Bayern 2 - Notizbuch


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Sparen beim Erdgas Gerade in diesem Herbst lohnt sich der Preisvergleich

Die Erdgaspreise sind derzeit auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Die Branche geht aber davon aus, dass sich das, womöglich zum Jahreswechsel, auch wieder ändern kann. Verbraucher sollten deshalb prüfen, ob ein Versorgerwechsel sinnvoll ist.

Von: Dirk Vilsmeier

Stand: 05.10.2017

Gaszähler | Bild: picture-alliance/dpa

Am Wochenende hat wieder die Heizsaison begonnen. Für etwa die Hälfte aller Wohnungen und Häuser bedeutet das, dass der Erdgasverbrauch deutlich steigt. Immerhin rund 50 Prozent aller Immobilien in Deutschland werden mit Gas beheizt. Für Udo Sieverding, Leiter des Bereiches Energie bei der Verbraucherzentrale NRW, ein guter Zeitpunkt, sich seine Vertragsbedingungen mal wieder anzuschauen.

"Die Situation am Gasmarkt ist für Kunden im Moment sehr interessant, weil die Gasbezugspreise gesunken sind. Aber nicht alle Gasversorger geben das an ihre Kunden weiter. Das führt dazu, dass Kunden die seit Jahren keine Preiserhöhung mehr bekommen haben, denken, Mensch, das ist ja eine gute Nachricht, schon lange keine Preiserhöhung mehr bekommen, sonst wird das ja immer alles teurer."

Udo Sieverding, Verbraucherzentrale NRW

Noch ist das Preisniveau niedrig

Allerdings sind die Kunden damit eigentlich geprellt worden, denn unter dem Strich hätte ihr Gaspreis sinken müssen, so Rainer Wiek, Chefredakteur des Energieinformationsdienstes EID. 

"Wir haben, nach diversen Preissenkungen bei verschiedenen Gasversorgern, jetzt ein sehr niedriges Niveau bei den Gastarifpreisen. Am Handelsmarkt sehen wir seit einigen Monaten eigentlich einen Aufwärtstrend bei den Preisen. Gleichwohl gibt es viele Versorger, die vor langer Zeit ihre Beschaffung organisiert haben und noch von den niedrigen Preisen damals profitieren. Insofern schützt das die Verbraucher."

Rainer Wiek, Energieinformationsdienst

Bayern günstiger als andere Regionen

In Bayern haben es Verbraucher übrigens mit am Besten in Deutschland. Denn Gas kostet hier im Schnitt weniger als woanders, so Dagmar Ginzel vom Verbraucherportal Verivox.

"Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt sind in Bayern die Preise 50 Euro niedriger, die man im Jahr für Gas zahlen muss. Aber das heißt natürlich nicht, dass es lokal Unterschiede gibt, wo man profitiert, wenn man nachschaut nach einem günstigeren Tarif."

Dagmar Ginzel, Verivox

Nicht den letzten Euro rausschinden

Verbraucherschützer wie Udo Sieverding empfehlen, beim Preisvergleich auch auf Details zu achten. Nicht immer führt der niedrigste Preis zum besten Vertrag. Mögliche hohe Bonuszahlungen oder Wechselprämien müssen gegebenenfalls durch schnell steigende Preise wieder reingeholt werden.


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