Wasser-Sprudler Das große Blubbern
Leitungswasser zu trinken ist billig und gesund - schließlich ist die Qualität fast überall in Deutschland gut. Wer es lieber prickelnd mag, kann es mit Kohlensäure anreichern. Bei der Verwendung von Trinkwasser-Sprudlern gibt es allerdings einiges zu beachten.
Zylinder: Kein Pfand, sondern Miete
Tipp
Bewahren Sie die Quittung und das Benutzerzertifikat beim Kauf eines Sprudlers gut auf. Sonst könnte es bei der Rückgabe alter Zylinder Probleme geben. Das Zertifikat finden Sie im Starter-Paket.
Trinkwasser-Sprudler der Marken Sodastream oder Wassermaxx versetzen Leitungswasser mit Hilfe von CO2-Zylindern mit Kohlensäure. Das ist praktisch. Wer das Gerät nicht mehr benutzt oder alte Zylinder zurückgeben will, sollte sich allerdings bewusst sein: Es könnte etwas umständlich werden. Die wieder auffüllbaren Zylinder kauft man nämlich nicht etwa und bezahlt dafür Pfand, sondern mietet sie nur. Das gezahlte Geld bezeichnet Sodastream als Miet-Vorauszahlung, die das Unternehmen nur anteilig zurückerstattet. Und auch nur dann, wenn Verbraucher den Zylinder mitsamt dem Kaufbeleg und dem so genannten Benutzerzertifikat an das Unternehmen zurückschicken.
Preise und Inhalt
Das Starter-Paket fürs Sprudeln zu Hause kostet zwischen 50 und 150 Euro und enthält neben dem Gerät einen Kohlendioxyd-Zylinder und zumeist zwei Flaschen. Zusätzliche Kunststoff-Flaschen kosten etwa fünf Euro, die Glas-Version doppelt so viel. Verbrauchern, denen große CO2-Zylinder wichtig sind, müssen zu den teureren Sprudel-Sets greifen.
Wesentlich: Regelmäßige Reinigung
Zwar fällt dank Sodastream & Co. das Schleppen schwerer Wasserkisten weg, etwas Aufwand muss aber trotzdem sein. Ohne eine regelmäßige Reinigung aller Geräte-Bestandteile, die mit Wasser in Berührung kommen, geht es nicht. Der Gesundheit zuliebe. Denn bei mangelnder Pflege siedeln sich schnell Bakterien an, stellte die Abteilung für Hygiene und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz in einer Untersuchung fest. Rund 39 Prozent der Proben des Sprudel-Wassers waren verunreinigt, aber bei nur 12 Prozent kamen die Keime aus dem Leitungswasser. Um einer Verunreinigung vorzubeugen, sollten Sie vor allen Dingen nicht direkt aus der Sprudler-Flasche trinken.
Tipp
Wasser-Sprudler mit Glasflaschen sind hygienischer als die Kunststoff-Variante. Zur Reinigung beider Flaschen-Typen empfiehlt sich lauwarmes Wasser mit einem Schuss Essig oder Zitronensäure. Spülmittel ist nicht notwendig. Achtung: Nur die Wasserflaschen sind spülmaschinenfest
So haben Sie mehr vom Sprudeln
Auch verschmutze CO2-Zylinder sollten Sie gründlich säubern, am besten im warmen Wasserbad. Außerdem empfiehlt es sich, in den Geräten nur frisches Leitungswasser zu sprudeln und weitere Zutaten wie Sirup oder Saft erst später hinzuzumischen. Wenn möglich, sollte man das bereitete Wasser innerhalb eines Tages aufbrauchen. Ein weiterer Hinweis von Ernährungswissenschaftlern: Je kühler Sie das Wasser lagern, desto besser. Optimal ist die Temperatur im Kühlschrank. Wer das alles beachtet, kann Flaschen und Zylinder bis zur Herstellerfrist verwenden. Verbraucher, die die Geräte sehr häufig benutzen oder z. B. Risse in der Flaschen-Struktur feststellen, sollten aber schon vorher übers Auswechseln nachdenken. Und: Wenn Sie die Flaschen gerade nicht in Gebrauch haben, sollten Sie sie möglichst trocken aufbewahren. Denn Feuchtigkeit begünstigt die Bildung von Keimen.
Sicher Sprudeln
Auch wenn es laut zischt, wenn der Druck-Zylinder Kohlensäure ins Wasser bläst und die Gebrauchtsanweisung der Wasser-Sprudler voll mit Sicherheits-Anleitungen ist: Laut Stiftung Stiftung Warentest sind die meisten Sprudler mit Überdruck- und Sicherheitsventilen hochwertig verarbeitet und damit sicher. Über die Qualität des Leitungswassers - etwa was den Nitratgehalt und die Desinfektion mit Chlor angeht - informieren das Gesundheitsamt oder das örtliche Wasserwerk.

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