Der Sauber-Zauber Wie gut sind Staubsauger-Roboter?
Sie sehen aus wie ein großer Käse-Laib aus Metall - und ziehen leise ihre Bahnen durch die Wohnung. Im Idealfall ist die dann komplett entstaubt, wenn man abends von der Arbeit wiederkommen. Aber taugen die Zaubersauger wirklich was?
Seit Sybille Wagner Nachwuchs hat, ist sie froh um ihren Staubsauger-Roboter: Der saugt das Wohnzimmer und ihr kleiner Sohn muss nicht in Staubwölkchen umherkrabbeln. Auch im Rest der Wohnung schnurrt der Staubsauger-Roboter umher. Das klappt trotz einiger Macken ganz gut, aber es bedarf auch etwas Vorbereitung.
"Ein bisschen was bereiten wir schon vor, wir stellen Stühle auf den Tisch - denn wenn der Staubsauger zwischen die Beine kommt, dauert es eine Ewigkeit, ehe er da wieder herausfindet. Alles, wo man möchte, dass der Roboter darunter putzt, sollte man hochstellen."
Sybille Wagner
Wanderung durchs Zimmer
Staubsauger sind akkubetrieben und fahren je nach Modell systematisch oder nach Zufallsprinzip durch den Raum. Sensoren sollen verhindern, dass der Roboter mit Gegenständen zusammenstößt, was sich leider nicht immer verhindern lässt. Die meisten Geräte arbeiten mit rotierenden Bürsten, die den Schmutz zusätzlich zum eingebauten Sauger nach innen befördern. Im Test der Computerzeitschrift c't schnitten die Saugroboter allerdings nicht besonders gut ab.
"Die Geräte waren zum Teil überhaupt nicht in der Lage, sich in der Wohnung zurechtzufinden, einige fielen einfach mal so Treppenabsätze herunter, andere waren irritiert, wenn seitlich Licht hereinkam und wieder andere fraßen sich an Türstoppern fest, die man ja manchmal auch zuhause hat."
Georg Schnurer, c't
Weitere Problempunkte:
- Ein runder Roboter kommt nicht gut in eckige Ecken. Dort sammelt sich aber bekanntermaßen besonders gerne der Staub an.
- Kabel stellen für die Roboter ein unüberwindbares Hindernis dar, weil sie sich darin verheddern und sich dann selbst abschalten oder "um Hilfe" piepsen.
- Sie können nicht in Bereiche vordringen, die schmaler als ihr Durchmesser sind.
- Sie kommen nur unter Möbelstücke wie Sofas oder Kommoden, wenn diese weit genug vom Boden entfernt sind.
- Manche Modelle sind sehr laut. Man kann sie eigentlich nur benutzen, wenn man nicht zuhause ist.
Schwache Saugleistung, dafür viel Ausdauer
Auf glatten Böden in großen, unverstellten Räumen lieferten die Geräte jedoch ein ansehnliches Putzergebnis. Zwar ist die Saugleistung viel schwächer als bei normalen Staubsaugern, aber dafür fährt der Roboter auch viele Male durch den Raum und macht die schwächere Saugleistung dadurch wieder wett. Für einen guten Saugroboter muss man allerdings tief in die Tasche greifen.
"400 bis 500 Euro sollte man schon ausgeben. Alles, was darunter ist, kann man eigentlich in der Pfeife rauchen: Die Dinger haben verminderte Orientierungsfähigkeiten und schaffen es nicht, einen glücklich zu machen."
Georg Schnurer, c't
Fazit
Der Traum vom blitzblanken Heim auf Knopfdruck wird also noch eine Weile ein Traum bleiben. Wer seine Ansprüche herunterschraubt, kann aber auch heute schon mit einem Staubsauger-Roboter glücklich werden. Dann heißt es: Zimmer möglichst leerräumen, Kinder raus, Türe zu und Roboter ab.
Linktipps
Weitere Infos zu Saugrobotern finden Sie hier:

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