Koniferen oder Nadelhölzer zählen zu den nacktsamigen Pflanzen, das heißt, die Samen liegen auf den Zapfenschuppen. Die Douglasie ist eine von ihnen. Hier werden ihre Zapfen und Samen gesammelt.
Botanik-Fachwort Die Konifere
Mit den Fachwörtern ist das manchmal so eine Sache. Gerne lässt man sie das eine oder andere Mal einfließen, klingen sie doch gut und gelehrt. Aber weiß auch jeder, was sie bedeuten? Wofür steht zum Beispiel das Wort Konifere?
Im allgemeinen Sprachgebrauch steht das Wort Konifere für die Gesamtheit der Nadelbäume. Das Wort stammt von der botanischen Bezeichnung Coniferales. "Zapfenträger" ist die wörtliche Übersetzung. Koniferen gehören zur Gruppe der nacktsamigen Samenpflanzen und verstecken ihre Samen unter harten, verholzten Zapfenschupfen.
Insgesamt umfasst die Gruppe der nacktsamigen Samenpflanzen weltweit nur einige hundert Arten. Bei den Bedecktsamern geht die Zahl der Arten dagegen in die Hunderttausende. In unserer heimischen Flora gehören alle Laubbäume zu den Bedecktsamern und alle Nadelbäume zu den Nacktsamern. Innerhalb der kleinen Gruppe der Nacktsamer gibt es vier Untergruppen, die Koniferen bilden darin die größte.
Alle heimischen Koniferen haben nadelförmige Blätter
Diese Nadeln sind eine Anpassung an die winterliche Frosttrockenheit. Wenn der Boden gefroren ist, können die Baumwurzeln kein Wasser in die Krone transportieren. Ein Gehölz, das sich hierzulande den Luxus leistet, sein Laub über den Winter zu halten, muss also für den bestmöglichen Verdunstungsschutz sorgen. Deshalb haben Koniferennadeln eine kleine Oberfläche und sind mit einer dicken, ledrigen Haut ausgestattet. Übrigens haben auch immergrüne Nadeln nicht das ewige Leben. Kiefernnadeln werden bei guten Lebensbedingungen etwa drei Jahre alt, Fichtennadeln halten sogar bis zu dreizehn Jahre durch. Aber irgendwann fallen sie ab.
Auch Thujen und Zypressen gehören zu den Koniferen
Während alle heimischen Zapfenträger eindeutig wie Nadelbäume aussehen, ist das anderswo auf der Welt nicht der Fall. Zum Beispiel die südländische Zypresse. Auch sie gehört zu den Koniferen, hat aber statt spitzer Nadeln derbe, schuppenförmige Blätter. Genauso die nordamerikanische Thuja. Die Blätter der immergrünen Steineibengewächse wiederum sind lanzettlich geformt und ähneln denen des Oleanders. Zu erwähnen ist auch noch die Gattung Phyllocladus, die besonders in Neuseeland und in Australien vorkommt. Die eigentlichen Nadeln dieser Vertretern sind ganz klein und schuppenförmig. Die großen Organe, die uns als Blätter erscheinen, sind eigentlich Sprosse, die abgeflacht sind. Mit diesen macht die Pflanze ihre Photosynthese.
Fazit
Eigentlich heißt Konifere "Zapfenträger" und nicht Nadelbaum, und nicht alle Koniferen sehen aus wie Nadelbäume. Weil aber umgekehrt alle Nadelbäume botanisch zu den Koniferen gehören, liegt der, der zu Nadelbäumen Koniferen sagt, trotzdem richtig.

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