Reisebuchung "Last-Minute ist tot, es lebe der Frühbucherrabatt"
Auf Frühbucherrabatte setzen? Oder doch eher auf Last-Minute-Schnäppchen hoffen? Peter Pfänder, Chefredakteur der Zeitschrift Abenteuer und Reisen, erklärte bei Roman Roell, wie der Reisemarkt mittlerweile funktioniert und wie man am besten sparen kann.
Spontan entscheiden, aber dafür wenig zahlen - Last-Minute-Buchen war lange Jahre lang DAS Zauberwort für alle, die beim Urlaub sparen wollten. Doch mittlerweile gibt es immer weniger dieser kurzfristigen Schnäppchen-Angebote auf dem Markt: "Last-Minute ist tot - es lebe der Frühbucherrabatt", formuliert es Peter Pfänder, Chefredakteur der Zeitschrift Abenteuer und Reisen. Schuld daran ist ein Paradigmenwechsel bei den Reiseveranstaltern:
"Last-Minute ist tot ..."
Wo früher erstmal pauschal große Flug- und Hotelkapazitäten eingekauft und dann erst als Reisen an den Kunden verkauft wurden, blieben häufiger "Lagerbestände" zurück - die dann zu Schnäppchenpreisen als Last-Minute verhökert wurden. Mittlerweile versuchen die Veranstalter vermehrt - etwa durch Rabattsysteme für Frühbucher -, ihre Kapazitäten besser zu planen und damit unnötige Ausgaben zu vermeiden. Mit Erfolg, stellt Peter Pfänder fest: "Weil ihnen (den Reiseveranstaltern; Anm.d.Red.) das ganz gut gelingt, gibt es immer weniger Restplätze, die günstig verkauft werden müssen."
"... es lebe der Frühbucherrabatt"
Wer seinen Sommerurlaub fürs kommende Jahr ein bisschen preiswerter haben will, sollte nicht mehr viel Zeit verlieren, rät Peter Pfänder: "Will man das Maximum an Rabatten nutzen – die ja bis 20, 30, sogar 50 Prozent gehen – muss man sich jetzt schon fast beeilen." Ende November laufen die sogenannten "Turbo-", "Super-" oder "XXL"-Frühbucherrabatte bei den meisten großen Veranstaltern aus; wer danach bucht, muss mit höheren Kosten rechnen. Für die Reisezeit Winter 2012/2013 ist der Rabattzug ohnehin schon abgefahren - hier gibt's, wenn, dann nur noch Plätze zu regulären Preisen.
Gerade Familien mit schulpflichtigen Kindern empfiehlt Pfänder, sich möglichst bald zu entscheiden, da sie zur teuersten Reisezeit unterwegs sind und zeitlich kaum flexibel sein können. Immerhin winken Frühbucher-Familien bei vielen Anbietern zusätzliche Rabatte, wie etwa 100 Euro "Kindergeld" für jedes mitreisende Kind.
Reiseziele bestimmen Rabattangebote
Selbst beim Frühbuchen gibt es je nach Reiseziel Unterschiede: Wer seinen Urlaub etwa auf Mallorca, in Spanien allgemein oder in der Türkei verbringen möchte, muss damit rechnen, das mögliche Rabatte geringer ausfallen - wenn es sie überhaupt gibt. Dagegen kann man bei "Zielen mit Problemen", wie Pfänder etwa Griechenland, Ägypten oder Tunesien bezeichnet, auf viele Rabattangebote hoffen.

Wetter
