Zwischen Presssack und Lavendel Rosen als Rebenretter
Rosen können nicht nur eine Liebe retten, sondern auch ein Leben. Zumindest das von Weinreben. In den letzten Jahren haben fränkische Weinbauern die nützlichen Rosenpflanzen wieder für sich entdeckt, als Frühwarnsystem.
Wenn man über fränkische Weinberge wandert, sieht man nicht nur mannshohe Reben, zwischen all dem Grün leuchtet es immer wieder rot oder rosa. In den letzten Jahren haben die Weinbauern Rosen zwischen den Wein gepflanzt; und zwar nicht nur zur Zierde.
Roter Wein und rote Rosen
Die Rosen dienten lange Zeit als Frühwarnsystem für Winzer. Denn die empfindlichen Gewächse infizieren sich sehr leicht mit Mehltau, einer gefährlichen Pilzkrankheit. Sehr ähnliche Pilze befallen auch den Wein. Erst bildet er einen unscheinbaren weißen Belag auf den Trauben. Wenn man ihn ein bisschen zu spät bekämpft, frisst er die Haut der Früchte, bis sie platzen. So kann der Mehltau große Teile der Ernte gefährden.
Zurück zur Natur
Wenn die Rosen die ersten Symptome zeigten, konnten die Winzer früher den robusteren Wein noch schützen. Heute haben moderne Wetterstationen die Rosen als Frühwarnsystem fast überall abgelöst. Doch in den letzten Jahren entdecken Frankens Weinbauern die Rosen wieder, als Ergänzung zu den Wetterdaten.
Dieses Jahr wucherte der Mehltau die Ernte besonders aggressiv. Da konnten die Weinbauern jede Unterstützung gebrauchen, um ihre Reben zu retten.

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