Die CubaBoarischen Vom Zwiefachen zur Salsa
"Die CubaBoarischen" sind schon weit herumgekommen: Von Bayern nach Boston, von der Mangfall bis nach Malaysia bringen sie ihre Musik. Alljährlich tanken sie neue Rhythmen, wenn die Gruppe nach Kuba fliegt - zu einem bayerisch-kubanischen Kulturaustausch der besonderen Art.
Die "CubaBoarischen" aus dem idyllischen Dorf Vagen bei Irschenberg sind längst über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt. Mit ihrer Musik, einer genialen Mischung aus bayerisch-kubanischen Rhythmen und Melodien ziehen sie Tausende Besucher in ihren Bann.
Spontaner "cubanischboarischer Hoagascht" im Urlaub
Die sieben Musiker rund um Hubert Meixner sind schon weit herumgekommen: Von Bayern nach Boston, von der Mangfall bis nach Malaysia bringen sie ihre Musik. Neue Ryhthmen tanken "die CubaBoarischen", wenn sie einmal im Jahr nach Kuba fliegen - dorthin, wo alles angefangen hat: Denn auf der Karibikinsel verbrachten Hubert und Andreas Meixner und Michael Mayer im Jahr 2000 gemeinsam ihren Urlaub und freundeten sich mit Musiker ihres Hotels an. Es kam zu einer spontanen Jam-Session, oder wie die Musiker sagen, zu einem "cubanischboarischen Hoagascht". Die Bayern waren von der Musik der Karibikinsel fasziniert. Der Funke sprang über.
"Die Band hat um Mitternacht Feierabend gehabt und kam zu uns an die Bar. Und ich hab den Gitarristen gefragt, ob er mir mal die Gitarre leiht und dann haben wir uns zusammengestellt an der Bar und haben dreistimmig gesungen 'I hab a Dirndl geliebt, so schee wias Edelweiß'. Das hat den cubanischen Musikern natürlich gefallen! [...] Dann haben sie gesagt, wie sollen noch eins spielen, also haben wir einen Zweifachen gespielt, dann kamen die wieder an die Reihe... So haben wir bis um sechs in der früh gefeiert, so an richtigen bayerisch-cubanischen Hoagascht."
Andreas Meixner
Zurück in Deutschland stand der Entschluss der Musiker fest: "Wir möchten kubanische Musik machen!" Sie belegten einen Intensiv-Trommelworkshop, um die kubanische Rhythmik für ihr tägliches Spiel zu vertiefen. Bald begeisterten sich auch die restlichen Musiker der Gruppe, die damals noch "Vagener Dorfmusikanten" hieß, für das Kuba-Faible ihrer Kollegen.
Vertraute bayerische Takte mit exotischen Klängen
Profis am Werk
Ursprünglich spielten die Musiker um Hubert Meixner authentische, alpenländische Musik und nannten sich "Vagener Dorfmusikanten". Der Name täuscht über das Können der Musiker hinweg, die zum Teil ihre Ausbildung am Richard-Strauss-Konservatorium in München erhielten, professionell als Musiklehrer arbeiten oder im Ausland Musik studierten.
Als auch sie schließlich den Salsa genauso wie den Zwiefachen beherrschten, beschloss die Gruppe, ihren Namen zu ändern. Die "CubaBoarische" Band war geboren. Ihr Stil: bayerische Volksmusik kombiniert mit kubanischen Rhythmen, eine Mischung aus Polka und Salsa, aus Cha Cha Cha und alpenländischen Hochzeitsmärschen.
Die Mischung kommt an. Tausende CDs haben sie schon verkauft. Und die CubaBoarischen füllen in ganz Bayern Konzerthallen mit über 1.000 Fans. Rhythmen und Sprachen wechseln die sieben Musiker dabei so schnell wie ihre vielen Instrumente, von Tuba und Trompete über spanische Gitarren hin zu karibischen Congas und Bongos. Lebensgefühl pur.
Bayerischer Humor und karibische Lebensfreude
Bei ihren regelmäßigen musikalischen Reisen nach Kuba werden sie mittlerweile von zahlreichen Mitgliedern ihres Fanclubs begleitet. Auch jetzt gerade sind die sieben Musiker wieder auf der Karibikinsel zu Besuch. Sie nehmen dort Unterricht bei renommierten Percussionisten und tauchen in die Musik-Szene des Landes ein. Die CubaBoarischen sind quasi bayerische Botschafter in Cuba. Wenn sie mit ihren Lederhosen in der Altstadt von Havanna auftauchen oder am Strand von Varadero aufspielen, kreuzen sich bayerischer Humor mit karibischer Lebensfreude.
"Mit jeder Reise kommt man vom Kopf in den Bauch, wir sind gerade beim Nabel. Obwohl ein Kubaner gesagt hat, Ihr seid schon am Nabel vorbei. – Wo bist Du sonst schon Kubaner? Vom Zigarrenrauchen wird mir schlecht, Rum mag i ned - aber sich Zeit lassen, das ist ein Punkt! Eine Reiseleiterin hat mal zu uns gesagt: Ihr Europäer habt die Uhr, und wir Cubaner haben die Zeit."
Hubert Meixner

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