Bayern 2 - Notizbuch


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Von Becquerel bis Fukushima

Von: Stefan Geier / Unterrichtsmodell: Brigitte Kohn

Stand: 18.04.2011 | Archiv

GeschichteRS, Gy

Hiroshima und Nagasaki, Tschernobyl und Fukushima - die Nutzung der Kernenergie, auch die der friedlichen, birgt ein hohes Potenzial an Zerstörung. Doch am Anfang der Geschichte stand die Leidenschaft des Entdeckens - und die Hoffnung auf eine kostengünstige Energiequelle für die Welt.

März 2011: Ein Erdbeben und ein Tsunami suchen den Norden Japans heim und verwüsten die Küstengebiete. Schlimmer noch: Das Kernkraftwerk Fukushima-1 hält der Naturgewalt nicht stand ...

Die Männer und Frauen, die sich seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert der Erforschung der Atomkraft widmeten, waren von Horrorszenarien wie Hiroshima und Nagasaki, Tschernobyl und Fukushima allerdings noch weit entfernt. Neugier auf die faszinierende Innenwelt der Atome leitete ihr Tun. Der Entdeckung der Radioaktivität folgte die Erforschung der Atomkerne und ihrer Zusammensetzung. Später lernte man die Kraft innerhalb der Kerne kennen, die Spannungen und Ladungen, die die Bestandteile des Kerns miteinander verbinden. Dann fand man heraus, dass man auf chemischem Weg die unteilbaren Atomkerne spalten und Energie freisetzen kann, indem man sie mit Neutronen beschießt. Energie, die genutzt werden kann, um Atombomben zu bauen oder in Kernkraftwerken Strom zu erzeugen. Doch auch die friedliche Nutzung birgt unbeherrschbare Risiken.


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