Bayern 2 - Notizbuch

Notizbuch Freitagsforum Putzfrauen reden über ihre Arbeit

Sie fischen abgelegte Socken unter dem Bett hervor, befreien die Ecken des Wohnzimmers von Staubflusen oder sind per Du mit den Zahnpasta-Krusten im Waschbecken ihrer Kunden. Putzfrauen kennen die intimsten Bereiche ihrer Auftraggeber. Sie putzen sich jede Woche durch mehrere Wohnungen und Betriebe.

Stand: 01.06.2012

Mit nur einem Job kommt selten eine aus, sagen sie. Ihre Arbeit ist dabei nicht sehr angesehen: Putzen gilt als Tätigkeit, die im Prinzip jeder machen kann. Aber das ist ein Irrtum. Denn wer sein Geld mit der Reinigung von fremden Haushalten oder Firmen verdient, braucht ein hohes Maß an Diskretion, darf keinen Schaden anrichten und muss immer höchsten Ansprüchen genügen.

Auf Dauer ist die Arbeit hart. Dennoch liegt der Tariflohn für Reinigungskräfte nicht besonders hoch. Derzeit wird im Westen ein Mindestlohn von 8,82 Euro bezahlt und im Osten 7,33 Euro. Offiziell gibt es rund 850.000 angestellte Gebäudereiniger in Deutschland, wahrscheinlich sind es jedoch viel mehr, da in der Branche vermutlich hauptsächlich schwarz gearbeitet wird. Im Notizbuch Freitagsforum bereichten zwei Putzfrauen von ihrer Arbeit.

Zu Gast bei Ina Krauß:

  • Jackie Müller, 58, die seit vielen Jahren in Privathaushalten und kleinen Firmen putzt
  • Johanna Strasser, 69, die sich nach ihrer Scheidung jahrelang mit Putzen über Wasser hielt

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