Bayern 2 - Nahaufnahme


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Ein langer Weg 45 Jahre nach dem Olympia-Attentat von München

Der dunkelste Moment der Olympischen Spiele: Am 5. September 1972 überfielen palästinensische Terroristen das Olympische Dorf in München und nahmen israelische Sportler als Geiseln. 45 Jahre später wird im Olympiapark eine neue Gedenkstätte eröffnet.

Von: Frank Hollmann

Stand: 30.08.2017

Zwei ermordeten sie sofort. Beim dilettantischen Befreiungsversuch auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck starben neun weitere Israelis und ein Polizist.
45 Jahre später und nach langwierigen Diskussionen wird im Olympiapark nun eine Gedenkstätte für die Opfer eingeweiht. Vorausgegangen aber sind lange Diskussionen um die Finanzierung, aber auch um den endgültigen Standort.

Die Gedenkstätte liegt jetzt in Sichtweite zum Olympiastadion. Von hier aus kann man nahezu alle Orte sehen, die bei dem Attentat eine Rolle spielten: das Haus in der Connollystraße 31, Quartier der israelischen Sportler und Schauplatz des Überfalls, der Pressehügel, von dem aus die Journalisten die dramatischen Stunden verfolgten, das Olympiastadion, in dem die Trauerfeier abgehalten wurde und die Steele des Bildhauers Fritz König, der in den Stein die Namen der getöteten Israelis und des erschossenen deutschen Polizisten gemeißelt hat.


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