Bayerns Freie Wähler Königsmacher im Wartestand
Nach der Landtagswahl 2013 wollen die Freien Wähler unbedingt im Freistaat mitregieren. Entweder mit der CSU oder in einer Dreierkoalition mit SPD und den Grünen. Die aktuellen Umfragewerte sehen die Freien Wähler auf jeden Fall im Landtag vertreten, und ihr Chef Hubert Aiwanger gefällt sich in der Rolle des kommenden Königsmachers.
Der Landwirt aus Niederbayern hält sich aber alle Optionen offen und mag sich vor der Wahl auf keinen Fall festlegen. So flirtet er einmal mit dem designierten SPD-Spitzenkandidaten Ude und macht ein andermal Ministerpräsident Seehofer Avancen.
Das Projekt Regierungsbeteiligung ist aber nicht ohne Risiko. Viele Freie Wähler würden nie und nimmer mit der CSU eine Koalition bilden, andererseits gibt es gerade mit der CSU inhaltlich wohl die größte Übereinstimmung. Ihre Basis haben die Freien Wähler in der Kommunalpolitik. Ihr Motto ist es, unideologisch, parteiübergreifend Politik zu gestalten. So sind sie in den Kommunen zu einer festen Größe geworden. Doch auf Landesebene tun sich die Freien Wähler schwer ein klares Profil zu entwickeln.
Nikolaus Neumaier hat die Partei und ihre Protagonisten beobachtet: im Landtag, draußen in den Kommunen und bei der Winterklausur in Augsburg. Sein Fazit: Die Freien Wähler sind im Aufwind, aber sie haben ein Problem: Es fehlt an einem klaren Profil und an prominenten Köpfen. Außer dem allgegenwärtigen Landes-, Fraktions- und Bundesvorsitzenden Hubert Aiwanger sind höchstens einige ehemalige Landräte oder Florian Streibl, der Sohn des früheren CSU-Ministerpräsidenten, landesweit bekannt. Dennoch sind die Freien der Überzeugung, dass sie es in die Regierung schaffen können.

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