Horst Seehofer hat gut Lachen.
"Meine Sätze gelten", so Horst Seehofer in der "Nahaufnahme" in Bayern 2. Den Vorwurf des Dampfplauderers halte er für gar nicht so abwegig: "Denn wo Dampf aufsteigt, ist auch Feuer und mir kommt's drauf an, dass die Positionen, die ich vertrete auch Realität werden", so Seehofer im Gespräch mit Rudolf Erhard.
Die Macht von CSU-Chef Seehofer ist derzeit unumstritten Horst allein zu Haus
Er kam 2008 als Retter in der Not. Horst Seehofer, den die Partei ein Jahr zuvor, nach Stoibers Rücktritt, nicht an der Spitze wollte, half der CSU nach dem Landtagswahldesaster aus der Patsche. Inzwischen haben sich die Christsozialen seinem Machtanspruch unterworfen. Sie brauchen ihn, aber sie lieben ihn nicht.
Seehofers Führungsstil, alle einbinden, alle reden lassen, lange zuhören und dann die Dinge in seinem Sinne regeln, hat sich durchgesetzt.
Nach dem unrühmlichen Abgang zu Guttenbergs, der auf seinem medialen Höhenflug noch vor einem Jahr Seehofer als Konkurrent im Nacken zu sitzen schien, ist der CSU-Chef noch selbstsicherer geworden. Er weiß, dass er nur mit einer starken Führungsrolle in einem nach außen geschlossenen Team die CSU fit machen kann für den Machterhalt 2013. Statements von CSU-Granden wie "Der Starke, der nicht mit sich spielen lässt, sondern mitspielen kann", "Seehofer ist lebendige CSU, weder alt noch neu" oder "Er gibt natürlich auch die Prinzipien vor", klingen fast schon nach zu viel Geschlossenheit.
Dass man sich nicht in Richtungsstreiten und Personaldiskussionen aufreiben kann, ohne Wähler zu verlieren, das spürt inzwischen auch die Partei. Und potenzielle Kronprinzen sind derzeit nicht in Sicht. Seehofer stellt sich ganz bewusst seiner Verantwortung für die Zukunft der CSU und nennt den Kampf um die Mehrheit in Bayern eine willkommene Herausforderung.

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