Bayern 2 - Nahaufnahme


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Volkspartei über Bord Die Zukunft der Bayern-SPD

Die Bundestagswahl endet für die SPD in Bayern in einem Desaster. Sie fährt mit gut 15 Prozent das schlechteste Ergebnis seit Kriegsende ein. Zeit für Selbstmitleid und Trauer bleibt der Partei aber nicht. Sie muss sich schnell wieder aufrappeln, wenn sie bei der Landtagswahl 2018 nicht noch ein Debakel erleben will. Doch wie sieht der Neustart nach der Schockstarre aus?

Von: Regina Kirschner und Arne Wilsdorff

Stand: 06.10.2017

Wie will das neue Führungsteam um Natascha Kohnen die schwächelnde Bayern-SPD wieder aufpäppeln? Passt das Personal und die Strategie, um vor allem der CSU Paroli bieten zu können?

Matteo Büttner und Susan Beer, Trudering-Riem

Matteo Büttner ist 18 und seit knapp einem Jahr stolzes SPD-Mitglied im Münchner Osten. Der Abiturient hat Defizite seiner Partei erkannt, gerade wenn es darum geht, jüngere Wählerschichten anzusprechen. Er weiß aber auch, warum er sich für die Sozialdemokraten entschieden hat und nicht für andere Parteien, die vielleicht hipper sind in ihrem Auftreten:

"Es war schon krass, dass sie keine Facebook-Seite hatten, aber ich finde, ein modernes Antlitz macht noch keine Partei aus. Die FDP kann so modern sein wie sie will, aber wenn wir in zwei Jahren Studiengebühren zahlen müssen, ist es trotzdem fürn Arsch."

Matteo Büttner, SPD-Jungmitglied

Wahlkampf des Ortsvereins im Münchner Osten

Regina Kirschner und Arne Wilsdorff aus unserer landespolitischen Redaktion haben die Bayern-SPD begleitet – vom Rücktritt Florian Pronolds über die Suche nach neuen Ideen an der Basis bis hin zur jüngsten Vorstandsklausur nach der Bundestagswahl. Sie treffen ein oberbayerisches Neumitglied und erfahrene Sozialdemokraten von der sogenannten Basis in deren Ortsverein und analysieren mit Politik- und Marketingexperten die Perspektiven der Bayern-SPD.


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