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Andermatt Swiss Alps Der Pharao vom Gotthard

Vor 100 Jahren wurde Andermatt am Gotthard in einem Atemzug mit St. Moritz und Zermatt genannt. Dann kam das Militär und baute die Gegend zur alpinen Festung aus. Doch mit dem Abzug der Garnisonen schien Andermatt am Ende, denn seine Bewohner hatten sich von der Armee abhängig gemacht. Nun hat Andermatt wieder eine Zukunft.

Stand: 16.02.2012
Andermatt Swiss Alps | Bild: Andermatt Swiss Alps

Im Dezember 2013 erwartet der ägyptische Milliardär Samih Sawiris die ersten Gäste im Andermatt der Zukunft. Für 1,5  Milliarden Euro baut der Ägypter mit seiner Firma Orascom aus dem Nichts ein Ferienziel mit 3800 Betten, das sich hinter den großen Wintersportorten der Alpen nicht verstecken muss.

Samih Sawiris auf der Baustelle

Premiumhotels, Appartements und Luxusvillen für bis zu 20 Millionen Euro sollen Andermatt zu einem Ski- und Golfparadies machen. Trotz anfänglicher Skepsis ziehen die Andermatter mit und kehren in den Ort zurück, den sie aus Hoffnungslosigkeit aufgegeben hatten. Doch viele haben Angst, dass das neue das alte Andermatt überrollen wird. Hier kommt Bernhard Russi ins Spiel: der Schweizer Ex-Skistar, Olympiasieger in der Abfahrt von Sapporo 1972, ist gebürtiger Andermatter und einer der gefragtesten Skipistenarchitekten weltweit.

Der Andermatter Bernhard Russi ist eine wichtige Instanz

Für den ägyptischen Investor Sawiris ist Russi "der intelligenteste Sportler, den er je getroffen hat", und auch die Einheimischen vertrauen ihrem Landsmann.  Sie sind überzeugt, dass Bernhard Russis Wirken im Planungsteam wie im Verwaltungsrat verhindert, dass es neben dem alten Dorf im Kanton Uri kein nobles Touristenghetto geben wird. Unser Reporter hat die derzeit wichtigste Baustelle der Schweiz besucht und Gegner, Befürworter und Macher von Andermatt Swiss Alps getroffen.