The German Collection Calexico
Die Band um Joey Burns und John Convertino hatte immer wieder mit Deutschland zu tun - zum Wohle beider Beteiligten. Am 29. November präsentieren wir das Konzert in der Münchner Muffathalle.
Nicht nur Lana Del Rey und Adam Green, auch richtige Rockbands haben manchmal bei den Deutschen einen besonders dicken Stein im Brett: Die haarigen Uriah Heep gehören dazu, die immer noch zwischen Kiel und Garmisch mittelgroße Hallen ausverkaufen, aber auch gestandene Indie-Bands docken hierzulande manchmal mehr als anderswo an.
Von "Friends of Dean Martinez" zu "Spoke" zu "Calexico"
Joey Burns und John Convertino haben sich in Howe Gelbs Band „Giant Sand“ kennengerlernt und waren deshalb schon häufig in Deutschland auf Tour, bevor sie sich zunächst als „Friends of Dean Martinez“ und später als „Spoke“ selbstständig machten. Das erste Plattenlabel, das „Spoke“ einen Deal anbot, war ausgerechnet das kleine Landsberger Label „Hausmusik“. 1996 erschien das Album, doch wenig später nannten sich Calexico um und hießen fortan „Calexico“ (nach einer kalifornischen Kleinstadt).
Handgemachtes für den deutschen Markt
Die Band war fast sofort ein Erfolg, wurde auch hierzulande schnell vom Indie-Zirkel gefeiert und versäumte es nicht, an die Anfangs-Erfolg live anzuknüpfen. Aber der Zeitgeist meinte es noch besser mit der Band, die mit ihrer Mischung aus Indie-Rock, Country und Anklängen mexikanischer Mariachi-Musik unterwegs war. Im neuen Jahrtausend stieg das Interesse an „handgemachter Musik“ und auch an folkloristischen Anleihen rapide. Und Calexico kam diesen neuen Bedürfnissen mit immer neuen Produkten in immer größeren Hallen nach. Außerdem spielen inzwischen drei Deutsche in der Band: Gitarrist Paul Niehaus, Bassist Volker Zander und Trompeter Martin Wenk. Kein Wunder also, dass Calexico kaum ein Jahr ohne Europa-Tour vergehen lassen.
Angekommen in den USA
Aber auch in ihrer amerikanischen Heimat hat die Band längst einen höchst angenehmen Status erreicht. Ihrer Musik taucht in Hollywood-Filme wie dem Tom-Cruise-Thriller "Colleteral" auf, die nahmen Platten mit der Americana-Ikone Iron and Wine auf und waren erst kürzlich - auf Wunsch der kanadischen Superstars - Support von Arcade Fire auf der Nordamerika-Tournee.
Und während Howe Gelb und Giant Sand weiterhin die Mini-Clubs Europas bespielen, haben sich Calexico längst in ein familienfreundliches Unterhaltungs-Ambiente hineingespielt, ohne ihre Ideale verraten zu müssen. Zur Belohnung für alle gibt's bald das neue Album „Algiers“, das nichts anderes mehr sein muss als Calexico as we know them.
Am 29. November live in München:

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