Porträt der Heiligen Thekla, 1503/1504
Das Porträt der sitzenden Heiligen Thekla ist eine zentrale Figur in der Basilikatafel von Hans Holbein des Älteren, die in der Staatsgalerie in der Augsburger Katharinenkirche zu besichtigen ist.
Der "Kleine Klebeband" "Nationales Denkmal der Kunstgeschichte"
Von "klein" kann keine Rede sein - er ist vielmehr eine Sensation für die Forschung: Der "Kleine Klebeband" enthält mehr als 500 Jahre alte Zeichenkunst. Nun wird der Band in einer Augsburger Sonderausstellung erstmals öffentlich präsentiert.
Wie haben die Menschen damals gelebt? Welche Wappen lassen auf welche Familie schließen? Und zu welcher Handwerkergilde gehörte der junge Mann mit dem Hut? Die 120 Handzeichnungen aus dem Spätmittelalter und der Renaissance geben den Forschern einige Rätsel auf und bedeuten Arbeit für mehrere Jahre. Nicht nur deshalb ist der äußerlich unscheinbare braune Lederband eine echte Sensation. Als ein "nationales Denkmal der zentraleuropäischen Kunstgeschichte" bezeichnet etwa Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, den "Kleinen Klebeband", der nun erstmals öffentlich in einer Sonderausstellung in Augsburg präsentiert wird.
Vorstudien zu Kunstwerken in Augsburg
Möglich wurde der Ankauf, weil sich verschiedene Institutionen zusammengeschlossen haben: mehrere Stiftungen mit den Staatlichen Museen zu Berlin und den Kunstsammlungen Augsburg, die in Zukunft gemeinsam daran forschen werden. Für die Stadt Augsburg hat der Neuerwerb eine besondere Bedeutung: Der Band enthält zwei Studien zu Gemälden von Hans Holbein dem Älteren. Unter anderem eine Werkstattzeichnung zu einem Porträt der Heiligen Thekla, die in der Staatsgalerie in der Augsburger Katharinenkirche zu besichtigen ist.
Sonderausstellung
Vom 16. Dezember bis 1. Januar 2012 sind Teile des Zeichnungskonvoluts im Grafischen Kabinett der Kunstsammlungen und Museen Augsburg (Maximilianstraße 48, 86150 Augsburg) zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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