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Die Avantgarde Die Mewo-Kunsthalle Memmingen sucht die "Freiheit, die wir meinen ..."

In Deutschland muss sich jeder der "Kultur des christlichen Abendlandes" anpassen – fordern viele. Wie stellt sich die Kunst gegen dieses Meinungs-Diktat? Das ist in der Mewo-Kunsthalle Memmingen zu erfahren.

Von: Joana Ortmann

Stand: 10.01.2017

Wolfgang Tillmans | Bild: picture-alliance/dpa

Es ist schon fast zum politischen Mantra quer durch alle Parteien geworden: Die Forderung, in Deutschland müsse sich jeder der „Kultur des christlichen Abendlandes“ anpassen – was auch immer das ist. Wie stellt sich die Kunst gegen dieses Meinungs-Diktat. Das fragt eine Ausstellung in Memmingen – interessanterweise wurden in der schwäbischen Stadt einst zum ersten Mal so etwas wie Menschenrechte niedergeschrieben, die 12 Artikel aus dem Bauernkrieg von 1525.

"Freiheit, die ich meine ..."

Wolfgang Tillmans

Vor diesem Hintergrund fragt Axel Lapp, Leiter der Mewo-Kunsthalle, nach der "Freiheit, die ich meine... " und hat dazu eine spannende Künstlerschar angelockt. Wolfgang Tillmans z.B. fragt mit einer Posterserie zum Brexit, was für ein Europa uns eigentlich vorschwebt. Der Leipziger Maler Jochen Plogsties gestaltet mit einer imposanten Wandinstallation den Eingangsbereich - auf den ersten Blick: Muster wie sie in Moscheen zu finden sind. Schaut man länger hin, sind es einfach nur geometrische Formen. Ab Ende Januar in Memmingen.

MEWO

Ab Ende Januar zeigt die MEWO Kunsthalle Memmingen "Freiheit, die wir meinen".


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