Bayern 2 - kulturWelt


6

Die Innovation Kerstin Brätsch in der Sammlung Brandhorst

"Sind Sie eine von diesen weiblichen, expressionistischen Malerinnen?" - fragt sich Kerstin Brätsch in einem ihrer Videos selbst. Nein! Die in New York lebende Hamburgerin schöpft die ganze Palette analoger und digitaler Möglichkeiten aus.

Von: Joana Ortmann

Stand: 10.01.2017

Ausschnitt aus: Kerstin Brätsch: Machine of Light from ‘New Images Unisex‘ series, 2009, Öl auf Papier, 261,6 x 182,9 cm © Kerstin Brätsch  | Bild: Kerstin Brätsch

Kerstin Brätsch lässt am Computer Bilder entstehen, die sie in Malerei überträgt. Arbeitet mit Folien, die sie bemalt, schichtet und wie abstrakte Wesen von der Decke baumeln lässt. Macht ihren eignen Körper zur Leinwand. Lehnt, wie jüngst im MOMA in NY, magisch glühende Bilder an die Wand, als könnte man sie einfach mitnehmen.

Kollaboration im "Institut"

Seit 10 Jahren setzt sie auf Kollaboration. Hat gemeinsam mit einer Kollegin „Das Institut“ gegründet. Eine „Import- und Exportagentur“ für größtmögliche künstlerische Freiheit. Das Ein-Mann-Künstler-Modell hält sie ohnehin für überholt. Statt dessen parodiert sie den Repräsentationskult und die Selbstvermarktung ihrer männlichen Kollegen.

Brandhorst Museum

"Innovation": Unter diesem Titel bekommt Kerstin Brätsch Ende Mai ihre erste Einzelausstellung - in der Münchner Sammlung Brandhorst.


6