Wenn aus Adam Eva wird Transsexuelle und ihr gefühltes Geschlecht
Gefangen im falschen Körper - Transsexuelle haben zwar biologisch ein eindeutiges Geschlecht, fühlen sich aber eigentlich dem anderen Geschlecht zugehörig. Diese Zerrissenheit ist für Betroffene ein seelischer Dauerkonflikt.
Nicht Frau, nicht Mann - Transsexualität und Intersexualität hat es zu allen Zeiten und in allen Kulturen gegeben. Vom römischen Dichter Ovid stammt eine der berühmtesten Geschlechter-Geschichten: Eines Tages steigt Hermaphroditos, Sohn des Götterboten Hermes und der Liebesgöttin Aphrodite, zur Quellnymphe Salmakis ins Wasser. Die Nymphe umschlingt den Jüngling und bittet die Götter, ihn ewig mit ihr zu vereinen.
Gefangen im "falschen" Körper
Ihr Wunsch erfüllt sich: Aus Salmakis und Hermaphroditos wird ein Zwitterwesen mit männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen, ein Hermaphrodit. Die Wissenschaft spricht heute von Intersexualität, wenn Menschen genetisch, anatomisch oder hormonell nicht eindeutig einem Geschlecht angehören. Transsexuelle Menschen hingegen haben zwar biologisch ein eindeutiges Geschlecht, fühlen sich jedoch im falschen Körper gefangen.
Erst im letzten Jahrzehnt haben Wissenschaftler herausgefunden, wie Transsexualität entsteht. Bis dahin galt sie als Psychose und in der Kirche gar als Sünde. Transsexuelle haben oft einen jahrzehntelangen Leidensweg hinter sich, bis sie sich zu einer Geschlechtsumwandlung entschließen. Doch trotz der inzwischen gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse weiß weder die katholische noch die evangelische Kirche, wie sie mit diesem Problem umgehen soll.
Darf man sein Geschlecht ablehnen?
Elke Endraß hat mit Transsexuellen über ihre Identitätsprobleme gesprochen, u.a. auch mit ehemaligen Pfarrern, die zum anderen Geschlecht "konvertierten". Darf man als Christ das von Gott gegebene Geschlecht ablehnen? Die Sendung vermittelt spannende Einblicke in einen langen Prozess, der von innerer Zerrissenheit, vielen Fragen und schmerzhaften Operationen gekennzeichnet ist.

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