Bayern 2 - IQ - Wissenschaft und Forschung


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Ausgezeichnet! Preisgekrönte Sendungen

Weil das, was Forscher tun, uns alle angeht, brauchen wir gute Wissenschaftsjournalisten: Sie machen aus dicken Büchern und komplexen Experimenten eine verständliche Geschichte. Das sind unsere preisgekrönten Sendungen.

Stand: 21.11.2016

Preisgekrönte Wissenschaftssendungen | Bild: BR

Medienpreis Luft- und Raumfahrt 2016 - Stefan Geier

Stefan Geier

Für sein IQ-Feature "Flugzeuge der Zukunft - In zwei Stunden sicher um die halbe Welt" (Redaktion: Thomas Morawetz) hat Stefan Geier den Medienpreis Luft- und Raumfahrt 2016 für die Kategorie Hörfunk gewonnen.

Über 100.000 Flüge finden heute statt - jeden Tag, und in den nächsten 20 Jahren sollen sich die Passagierzahlen verdoppeln. Schon in wenigen Jahren können uns Flugzeuge in etwa einer Stunde von München nach Los Angeles fliegen, behaupten Forscher. Wie soll das gehen? Vor welchen Herausforderungen stehen sie dabei? Und vor allem: Geht das auch umweltfreundlich? Diesen Fragen geht die Sendung nach. Auf dem Flug zu einer Recherche in den USA macht sich der Autor Gedanken über den Flugverkehr der Zukunft.

So urteilte die Jury: "Flugzeuge der Zukunft - In zwei Stunden sicher um die halbe Welt“ ist ein funkisch interessant aufbereites Stück, das den Hörer … entführt in eine künftige Welt, in der die Reisezeit zwischen Kontinenten dramatisch geschrumpft sein wird. Zukunftsgewandt entwickelt Geier eine Leidenschaft für das Thema, die den Hörer bindet und ihm in bester Radiomanier Wissen vermittelt und von der Zukunft träumen lässt."

Stefan Geier ist freier Wissenschaftsjournalist in München. Er arbeitet als Autor, Moderator und Redakteur für Bayern 2 sowie als Autor für die Wissenschaftsredaktionen des Bayerischen Fernsehens, der ARD und ARTE.

Journalistenpreis 'Abdruck 2016' von proDente - Stefan Geier

Stefan Geier

Für sein Feature "Gute Zähne, gesunder Körper – Zwischen Hightech und Prophylaxe" (Redaktion: Susanne Poelchau) hat Stefan Geier den Journalistenpreis 'Abdruck 2016' von proDente erhalten.

Ein strahlendes Lächeln. Schöne Zähne. Positive Ausstrahlung. Zähne sind Symbol eines gesunden Menschen. Dabei sind sie ein Leben lang extremen Belastungen ausgesetzt. Wer schlechte oder kaputte Zähne hat, dem bleibt der häufige Besuch beim Zahnarzt nicht erspart. Aber wie viel Einfluss haben wir überhaupt auf unsere Zähne? Wieviel Pflege ist gut? Manche Zahnpflegeregeln sind inzwischen zu Mythen geworden und schaden unseren Zähnen eher. Inzwischen ist klar: Behandeln wir unsere Zähne richtig, dann können wir damit sogar vielen Krankheiten vorbeugen. Denn an unseren Zähnen hängt der ganze Mensch und kranke Zähne und Zahnfleisch haben großen Einfluss auf unseren Körper. Wir können sehr viel tun, um unsere Zähne zu schützen und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen richtig zu behandeln.

Stefan Geier ist freier Wissenschaftsjournalist in München. Er arbeitet als Autor, Moderator und Redakteur für Bayern 2 sowie als Autor für die Wissenschaftsredaktionen des Bayerischen Fernsehens, der ARD und ARTE.

Journalistenpreis 'Wildtier und Umwelt' des Deutschen Jagdverbandes -Susanne Weichselbaumer

Dr. Susanne Weichselbaumer

Die radioWissen-Autorin Dr. Susanne Weichselbaumer ist für ihren Beitrag "Der Hirsch - Der stolze König des Waldes" (Redaktion: Bernhard Kastner) mit dem Journalistenpreis 'Wildtier und Umwelt' des Deutschen Jagdverbandes ausgezeichnet worden.

So urteilte die Jury: "Die Autorin räumt nicht nur mit Missverständnissen auf. Sie stellt auch zahlreiche Hirscharten vor und lässt verschiedene Protagonisten, die Herausforderung, vor die uns Wildtiere in der Kulturlandschaft tagtäglich stellen, erörtern. Der Beitrag glänzt mit einer Vielzahl an interessanten, wissenswerten Fakten über den Rothirsch und lässt von Anfang bis Ende im Kopf des Hörers Bilder entstehen."

Die Preisträgerin arbeitet seit 17 Jahren für den Bayerischen Rundfunk und ist vor allem in der Redaktion Wissen und Forschung tätig, für die sie auch "Das Kalenderblatt" betreut.

Medienpreis Mittelstand 2015 - Mira Fricke

Mira Fricke

Mit der IQ-Sendung "Autismus in der Arbeitswelt – Wie aus Schwächen Stärken werden" (Redaktion: Susanne Poelchau) hat Mira Fricke den Medienpreis Mittelstand 2015 in der Kategorie Hörfunk gewonnen. Außerdem teilt sie sich den Nachwuchs-Sonderpreis 2015 mit einer weiteren Preisträgerin.

Jurymitglied Susanne Reinhardt (rbb Inforadio) lobt in ihrer Laudatio: "Mira Fricke schafft es, die Konzentration des Hörers eine halbe Stunde lang auf einem sehr hohen Niveau zu halten. Fasziniert lauscht man ihrem Feature, der subtilen Art ihrer Schilderung, sorgfältig recherchiert, sprachlich genau und mit viel Liebe zum Detail."

Knapp 500.000 Autisten leben schätzungsweise in Deutschland. Nur die wenigsten haben einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt. Das Feature sensibilisiert für diese kaum von der Wirtschaft und Gesellschaft wahrgenommene Gruppe. Und es zeigt, wie wenig nötig ist, um diese zum Teil gut ausgebildeten Menschen in die Arbeitswelt zu integrieren und damit Leben zu verändern.

Mira Fricke lebt als freie Wissenschaftsjournalistin in Berlin. Zurzeit macht sie ihren Masterabschluss in Wissenschaftsforschung an der Humboldt-Universität.

Doppelpreisträger 2014/2015 - Klaus Uhrig

Klaus Uhrig

Die IQ-Sendung "Bitcoins - Digitales Gold" wurde mit dem Schweizer Medienpreis für Finanzjournalisten 2015 ausgezeichnet. In einem internationalen Teilnehmerfeld, das vor allem von Print- und Fernsehbeiträgen geprägt war, erhielt Bayern2-Autor Klaus Uhrig als einziger Radiojournalist einen mit 5.000 Franken dotierten Ehrenpreis. Klaus Uhrig ist mit seiner Sendung Doppelpreisträger: Im Jahr 2014 gewann er für "Bitcoins - Digitales Gold" den 2. Platz beim PSD-Journalistenpreis. Die Jury verwies damals in ihrer Begründung vor allem auf den spannenden Aufbau und die klaren Erklärungsteile der Sendung.

Die Sendung (Redaktion: Nicole Ruchlak) gibt Einblick in die Welt von Bitcoin. Diese digitale Währung existiert ausschließlich virtuell. Bitcoin wird von Computern erzeugt und auf Tauschbörsen gehandelt. Die Hörer werden Zeuge eines digitalen Bankraubs, begleiten den Autor in eine Berliner Bitcoin-Bar und sogar bis nach Island, wo das digitale Gold in gigantischen Rechenzentren hergestellt wird. Zudem kommen die Kritiker der virtuellen Währung zu Wort, unter anderem Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele.

Klaus Uhrig arbeitet als Autor und Redakteur für den Bayerischen Rundfunk, die ARD und 3sat. Seine Themen stammen überwiegend aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft.

Journalistenpreis 2015 des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin - Daniela Remus

Daniela Remus

Für ihre IQ-Sendung "Gesellschaft von Kranken? Umstrittene Grenzwerte in der Medizin" (Redaktion: Susanne Poelchau) hat Daniela Remus den  Journalistenpreis 2015 des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin gewonnen.

Je differenzierter das Wissen der Mediziner über Krankheiten und einzelne Risikofaktoren ist, desto mehr Menschen gelten heute als krank. In den letzten Jahren wurden etwa die Grenzwerte für Blutdruck, Blutzucker oder Cholesterin deutlich nach unten korrigiert. Das Ergebnis wirkt besorgniserregend: Statistisch betrachtet leiden jetzt weitaus mehr Menschen an krankhaftem Bluthochdruck, Cholesterinspiegel oder Blutzucker. Sind sie aber deshalb alle krank und tatsächlich behandlungsbedürftig? In ihrer preisgekrönten Sendung ist Daniela Remus den Fragen nachgegangen, welche Aussagekraft medizinische Grenzwerte überhaupt haben, und welche Vorstellung von Krankheit und Gesundheit einer Fokussierung auf starre Grenzwerte zugrunde liegt.

Dr. Daniela Remus lebt als freie Hörfunkjournalistin in Hamburg und hat Philosophie studiert. Sie arbeitet für die Wissenschaftsredaktionen der ARD. Ihre Themenschwerpunkte sind Medizin, Neurowissenschaften, Psychologie und Ethik. Sie schreibt regelmäßig Sendungen für Bayern 2.

Publizistikpreis 2014 der GlaxoSmithKline-Stiftung - Stefan Geier

Stefan Geier

Für sein Feature "Neue Nase, neue Haut, neues Herz – Zukunftschance Gewebezucht" (Redaktion: Nicole Ruchlak, Susanne Poelchau) hat Stefan Geier den Publizistikpreis 2014 der GlaxoSmithKline-Stiftung erhalten.

Weltweit stirbt alle 30 Sekunden ein Mensch, weil es kein passendes Ersatzorgan für ihn gibt. Wissenschaftler arbeiten intensiv daran, künstliches Gewebe und ganze Organe im Labor zu züchten. Stefan Geier besucht in dieser Sendung die Labors von Wissenschaftlern in Deutschland, den USA und Großbritannien. Sie alle versuchen, neues Gewebe und Organe für medizinische Einsätze zu entwickeln. Und er erzählt die Geschichte von Ciaran Finn, einem irischen Jungen, dem die Gewebezucht bis heute das Leben rettet.

Stefan Geier ist freier Wissenschaftsjournalist in München. Er arbeitet als Autor, Moderator und Redakteur für Bayern 2 sowie als Autor für die Wissenschaftsredaktionen des Bayerischen Fernsehens, der ARD und ARTE.

Premio Amigo de España 2013 - Bernd-Uwe Gutknecht

Bernd-Uwe Gutknecht

Für seine Sendung Al Andalus - Als Spanien arabisch war (Redaktion: Brigitte Reimer) hat Bernd-Uwe Gutknecht den Premio amigo de España des Spanischen Fremdenverkehrsamts bekommen.

"Al Andalus" ist die Zeit im mittelalterlichen Spanien, während der für ein paar Jahrhunderte Christen, Muslime und Juden gemeinsam Erstaunliches in Wissenschaft, Literatur, Kunst, Musik, Philosophie geleistet haben. In einer Zeit, als sie sich anderswo auf der Welt "die Köpfe einschlugen" - eine Realität gewordene Utopie.

Bernd-Uwe Gutknecht lebt in München, hat einige Jahre für den BR aus Italien, den USA und Lateinamerika berichtet. Nach seinem Studium der Sportwissenschaften begann er als Sportreporter, verfasst inzwischen aber besonders gerne Features aus Wissenschaftsbereichen wie Geschichte, Geologie oder Botanik. In Andalusien hat ihn die "Präsenz der Vergangenheit" fasziniert.

Pechmann-Sonderpreis 2013 - Gabriele Knetsch

Gabriele Knetsch

Für ihre Sendung Retterinnen ohne Ruhm - Zivilcourage im Nationalsozialismus hat Bayern 2-Autorin Gabriele Knetsch den Sonderpreis des Wilhelm-Freiherr-von Pechmann-Preises der Evangelisch-Lutherischen Kirche 2013 erhalten.

In Nazi-Deutschland konnten Juden gerettet werden, weil mutige Helfer sie vor ihren Verfolgern versteckten. Die These der Autorin: Der Rettungswiderstand war - im Gegensatz zu den Widerstandskämpfern des 20. Juli - weiblich. Überwiegend Frauen versorgten Juden mit Lebensmitteln, stellten Quartiere zur Verfügung oder besorgten gefälschte Papiere. Es hätten noch viel mehr Juden gerettet werden können, wenn mehr Deutsche diesen Mut bewiesen hätten.

Dr. Gabriele Knetsch, (45), lebt als Hörfunkjournalistin in München, ist Absolventin der Deutschen Journalistenschule und arbeitet überwiegend als Feature-Autorin für den Bayerischen Rundfunk. Gabriele Knetsch ist fasziniert von jenen Alltagsgeschichten der Menschen, die sie geschichtliche und gesellschaftliche Zusammenhänge besser verstehen lassen.

Axel-Springer-Preis für junge Journalisten 2013 - Till Krause

Dr. Till Krause

Für seine Sendung Smartphone-Spionage - Das Abhörgerät in der Hosentasche (Redaktion: Klaus Uhrig) hat Till Krause den 2. Preis des Axel-Springer-Preises für junge Journalisten bekommen.

Die Firmen, die solche Technik entwickeln, sitzen in Deutschland - auch in München. In seiner Sendung gibt Till Krause Einblick in die verborgene Welt der Abhör-Industrie und thematisiert rechtliche und politische Aspekte des Themas. Denn in Deutschland darf programmierte Überwachungs-Software bisher weitgehend unkontrolliert auch an diktatorische Regimes verkauft werden. Vieles was Till Krause in seiner akribisch recherchierten Sendung über die Schnüffel-Software enthüllt, erinnert an düstere Science Fiction. Doch der "Spitzel in der Hosentasche" ist längst Realität. Wer die Sendung gehört hat, wird sein Handy mit anderen Augen betrachten.

Dr. Till Krause lebt als freier Journalist in München. Der Absolvent der Deutschen Journalistenschule ist Träger zahlreicher Medienpreise und arbeitet vor allem für das SZ-Magazin und für Bayern 2.

Medienpreis Mittelstand 2012 - Thomas Morawetz

Dr. Thomas Morawetz

Für sein Feature Die Geschichte der Mittelschicht - Vom zarten Trieb zum Hartholz" (Redaktion: Nicole Ruchlak) hat Thomas Morawetz den "Medienpreis Mittelstand" in der Kategorie Hörfunk erhalten.

Seit gut zehn Jahren nimmt die Gesellschaft in der Mitte ab, und in der Politik leuchtet das Warnlämpchen auf. Doch ein Blick zurück zeigt: Seit rund 2.500 Jahren hat das, was man heute als Mittelschicht bezeichnet, immer wieder Krisen erlebt und überlebt. Darüber hat sie erst zu ihrer gegenwärtigen Form gefunden.

Dr. Thomas Morawetz arbeitet seit 1999 für den Bayerischen Rundfunk, vor allem für die Redaktion Wissen und Forschung. Besonders interessiert er sich für politische Themen mit historischem Vorlauf.

Journalistenpreis Weltbevölkerung 2011 - Yvonne Maier

Yvonne Maier

Für ihre Sendung Uganda - Wenn es mehr Kinder als Erwachsene gibt (Redaktion: Susanne Poelchau) hat Yvonne Maier den 2. Preis des Journalistenpreises Weltbevölkerung 2011 der "Deutschen Stiftung Weltbevölkerung" (DSW) erhalten. Zehn Tage war sie dafür in Uganda auf Recherchereise. Herausgekommen ist ein Feature über das rasante Bevölkerungswachstum in dem ostafrikanischen Land und über erfolgversprechende Bildungs- und Aufklärungsprojekte für Jugendliche. Aus der Begründung der Jury: "Kein Zahlenfriedhof. Plastische Beispiele, [...] der Bedeutung des Themas angemessen.“

Yvonne Maier arbeitet seit 2009 als Wissenschaftsjournalistin für Bayern 2. Ihre Schwerpunkte sind Medizin, Neurowissenschaften und Parawissenschaften.

Journalistenpreis Informatik 2011 - Martin Schramm

Martin Schramm

In einem Slum in Kenias Hauptstadt Nairobi erhalten die Ärmsten der Armen ganz besondere Nachrichten auf ihr Handy: Nahrungsgutscheine via SMS. Denn obwohl es dort an fast allem fehlt - ein Handy haben die meisten. In einem Land, in dem Festnetz- und Internetanschlüsse rar sind, greifen Menschen zunehmend via Handy auf Informations- und Finanzdienste zu - um Geld zu überweisen, um AIDS- und Malaria-Ferndiagnosen abzurufen oder um sich über tagesaktuelle Preise für Kaffee zu informieren. Kurzum: Das Handy mausert sich zu Afrikas PC.

Martin Schramm hat für sein Feature Digitale Kluft - Wie das Handy Afrika erobert (Redaktion: Wolfgang Kasenbacher) den Sonderpreis des Journalistenpreises Informatik erhalten - verliehen vom saarländischen Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam mit dem Exzellenzcluster der Saar-Uni, dem Max-Planck-Institut für Informatik und dem Max-Planck-Institut für Softwaresysteme.

Martin Schramm arbeitet als Autor, Moderator und Redakteur für Bayern 2. Er interessiert sich für Themen an der Nahtstelle zwischen Wissenschaft, Kultur und Politik.

Expopharm Medienpreis 2011 - Anne Kleinknecht

Anne Kleinknecht

Am schockierendsten war der Blick in den Arzneischrank einer zehn Jahre alten Patientin: Dutzende von Dosen und Fläschchen, Packungen und Tütchen, die ihre Mutter in aller Welt bestellt hat. Wer eine seltene Krankheit hat, geht eben nicht einfach zur Apotheke nebenan. Obwohl es schätzungsweise 6.000 bis 8.000 verschiedene seltene Leiden gibt, ähnelt sich die Geschichte der Patienten: Sie handelt von zahllosen Fehldiagnosen, Streitereien mit der Krankenkasse und der Hoffnung darauf, dass endlich ein geeignetes Medikament auf den Markt kommt. Denn ungewöhnliche Erkrankungen sind die Stiefkinder der Medizin.

Anne Kleinknecht hat für ihre Sendung Seltene Krankheiten - Die Stiefkinder der Medizin (Redaktion: Jeanne Turczynski) den Expopharm Medienpreis 2011 in der Kategorie "Pharmazie und Forschung" bekommen. Verliehen wird der Preis von der Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker mbH.

Anne Kleinknecht arbeitet als Hörfunk- und Online-Journalistin für den Bayerischen Rundfunk und andere ARD-Anstalten. Sie interessiert sich vor allem für Themen aus den Bereichen Medizin, Tierhaltung und Umwelt. 

Medienpreis Entwicklungspolitik 2010 - Martin Schramm

Martin Schramm

Warum bitte gibt es einen "Welttoilettentag"? Das wollte auch Martin Schramm wissen und stieß bei seinen Recherchen auf eine packende Geschichte: Vier von zehn Menschen auf diesem Planeten haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen. An den Folgen, vor allem an Durchfall, sterben vier- bis fünftausend Kinder pro Tag.

Für seine Sendung Die Not mit der Notdurft - Auswege aus der globalen Sanitärkrise (Redaktion: Prisca Straub) hat Martin Schramm den Medienpreis Entwicklungspolitik 2010 bekommen, verliehen vom Bundespräsidenten und dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Martin Schramm arbeitet als Autor, Moderator und Redakteur für die Redaktion Wissenschaft und Bildung. Er interessiert sich für Themen an der Nahtstelle zwischen Wissenschaft, Kultur und Politik.

Europäischer Journalistenpreis 2010 - Hellmuth Nordwig

Hellmuth Nordwig | Bild: BR, Ulrike Kreutzer

Dr. Hellmuth Nordwig

Die Sendung Die Unterwelt der Medikamentenfälscher - Falsche Pillen aus finsteren Kanälen von Hellmuth Nordwig (Redaktion: Susanne Poelchau) wurde mit dem Europäischen Journalistenpreis 2010 ausgezeichnet, verliehen vom Verband Deutscher Medizinjournalisten.

"Sie müssen selbst wissen, ob Ihnen die Medikamente gut tun" - mit dieser Äußerung ermunterte die freundliche Mitarbeiterin einer kostenfreien Hotline den BR-Wissenschaftsjournalisten dazu, die Rezeptpflicht für Potenzpillen kurzerhand zu ignorieren. Gut, dass er nicht wirklich vorgehabt hatte, die berühmten blauen Tabletten zu bestellen. Was die Dame am Telefon nicht wissen konnte: Sie lieferte den letzten Anstoß zu einer Recherche über Arzneimittelfälschungen, die fast zwei Jahre dauern sollte.

Krimis sind auch eine private Leidenschaft von Hellmuth Nordwig. Dass der Preis in Turin verliehen wird, freut ihn besonders. Denn er fährt ohnehin regelmäßig nach Italien - sonst würde ihm etwas fehlen.

Journalistenpreis Herzkranke Kinder 2010 - Monika Dollinger

Monika Dollinger bei der Preisverleihung | Bild: Thies/Schöning, DGPH

Monika Dollinger (Mitte)

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen: Ihr Körper baut Medikamente langsamer ab. Ihre Organe reagieren mitunter anders auf medizinische Wirkstoffe. Doch fundiertes Wissen über die Wirkung von Medikamenten bei Kindern fehlt. Und das kann gefährlich werden.

Für ihre Sendung Gefährliche Grauzone - Arzneimittel für Kinder (Redaktion: Nicole Ruchlak) hat Monika Dollinger den Journalistenpreis "Herzkranke Kinder" 2010 erhalten. Den Preis stiftet der Bundesverband Herzkranke Kinder e.V.

Deutscher Journalistenpreis für Luft- und Raumfahrt 2010 - Florian Hildebrand

Florian Hildebrand

Der Deutsche Journalistenpreis für Luft- und Raumfahrt 2010 für die Sparte Hörfunk geht an Florian Hildebrand. In seiner Sendung Blaue Murmel vor schwarzem Horizont - Wie die erste Mondlandung den Blick auf die Welt verändert hat (Redaktion: Wolfgang Kasenbacher) wirft er einen Blick zurück auf ein Bild, das um die Welt ging: Am 21. Juli 1969 sehen die beiden US-Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin die Erde über einem dunklen Mondhorizont aufgehen.

Privat steigt er gerne auf hohe Berge, doch beruflich will er noch weiter: Florian Hildebrand beschäftigt sich hauptsächlich mit Themen zu Raumfahrt, Astronomie und Kosmologie. Seine Leidenschaft gilt außerdem der Archäologie und der Evolutionsbiologie.

HEUREKA-Journalistenpreis 2009 - Jenny von Sperber

Jenny von Sperber

Für ihre Sendung Der Mensch und sein Tier - Sklaverei oder Teamwork? (Redaktion: Ellen Norten) wurde die BR-Autorin Jenny von Sperber mit dem HEUREKA-Preis für junge Wissenschaftsjournalisten ausgezeichnet.

Wissen Blindenhunde wirklich, was ihr Besitzer "sieht"? Können sie kategorisieren und sogar Symbole verstehen? Sind sie in der Lage, Körpersignale früher zu erkennen und zu deuten als ihr Besitzer? Können Tiere uns Menschen also besser verstehen als Forscher bislang angenommen haben? Mit diesen Fragen hat sich Jenny von Sperber in ihrem Hörfunk-Feature beschäftigt.

Jenny von Sperber beschäftigt sich hauptsächlich mit Themen zu Natur und Umwelt aber auch mit Psychologie und Gesellschaft. Für ihre Recherchen war sie unter anderem auch im Libanon, in Afrika und in Indonesien unterwegs.

Doppelpreisträger 2008/2009 - Thomas Kruchem

Thomas Kruchem

Für seine Sendung Fistula - Das unbekannte Leiden (Redaktion: Susanne Poelchau) hat Thomas Kruchem gleich zwei Preise erhalten: den Medienpreis Entwicklungspolitik 2009 - ausgelobt vom Bundespräsidenten und dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - und den 2. Preis Journalistenpreis Weltbevölkerung 2008 der "Deutschen Stiftung Weltbevölkerung" (DSW). Thomas Kruchem beschreibt, welche Qualen vor allem junge Frauen in armen Ländern erleiden, wenn sie bei der Entbindung, durch Beschneidung oder Vergewaltigung schwer verletzt werden.

Thomas Kruchem, BR-Autor seit einem Vierteljahrhundert, bereist regelmäßig Entwicklungsländer, in denen er Antworten auf soziale, ökologische und (bisweilen) auch weltanschaulich-religiöse Fragen sucht. Der Vater von fünf Kindern ist vierfacher Träger des "Medienpreises Entwicklungspolitik".

Journalistenpreis Informatik 2008 - Wolfgang Schiller

Wolfgang Schiller

Der Journalistenpreis Informatik 2008 geht an Wolfgang Schiller. Gewürdigt wurde sein Feature Hinter der Großen Mauer - Internet in China zwischen Geldmaschine und Gedankenpolizei (Redaktion: Susanne Poelchau).

Wolfgang Schiller war bis 2009 Autor und Redakteur für die BR-Wissenschaftsredaktion. Heute ist er bei DRadio Wissen in Köln.

Deutscher Journalistenpreis Neurologie 2008 - Martin Schramm

Martin Schramm

Martin Schramm hat für sein Feature Der Blick ins Gehirn - Wie Wissenschaftler unsere Absichten entschlüsseln den "Deutschen Journalistenpreis Neurologie" erhalten (Redaktion: Susanne Poelchau). Der Preis wird von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie e.V. gestiftet.


Martin Schramm arbeitet als Autor, Moderator und Redakteur für die Redaktion Wissenschaft und Bildung. Er interessiert sich für Themen an der Nahtstelle zwischen Wissenschaft, Kultur und Politik.

proDente Journalistenpreis 2008 - Stefan Geier

Gewinner des "Abdruck 2008" wurde Stefan Geier (1. Preis, Kategorie elektronische Medien) mit seinem Feature Leiden für die Schönheit (Redaktion: Ellen Norten). Die zähnärztliche Initiative pro Dente vergibt diese Auszeichnung für besonderes journalistisches Engagement im Bereich Zahnmedizin und Zahntechnik.

Stefan Geier ist seit 2005 Autor und Moderator in der Redaktion Wissenschaft und Bildung. Seine Schwerpunkte: Physik, Mathematik, Medizintechnik, Biologie, Energietechnik.


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