Bayern 2 - Hörspiel und Medienkunst

hör!spiel!art.mix

Ulrich Gerhardt | Bild: Sandro Most zum Artikel Oskar Panizza Das Liebeskonzil

Noch im Erscheinungsjahr 1894 musste sich Oskar Panizza wegen des antikatholischen Stückes vor Gericht verantworten und wurde in 99 Fällen der Gotteslästerung für schuldig befunden und zu einem Jahr Freiheitsentzug verurteilt. Das Hörspiel beruht auf der ungekürzten Textfassung der dritten Auflage der 1897 bei Schabelitz in Zürich erschienenen Ausgabe. [mehr]

Dietmar Dath | Bild: Mareike Maage zum Artikel Dietmar Dath Largoschmerzen. Ein sozialmedizinisches Desaster

Mit Witz und subversiven Attacken auf Gesundheitssystem, Schulmedizin und die Trennung von U- und E-Kultur zeichnet Dath in "Largoschmerzen" ein aus konventioneller Perspektive betrachtet „sozialmedizinisches Desaster“. Vor allem aber ein vom Realistischen ins Phantastische kippendes Szenario über Menschen, die in der Gesellschaft nicht funktionieren und dies als Alternative oder Subversion von bestehenden Verhältnissen befördern. [mehr]

Collage "Small Sun" (1969) von Hannah Höch, Whitechapel Gallery, 2014 | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Hannah Höch Weiter in die Nacht.

In den späten 1930er Jahren ist die Künstlerin Hannah Höch mit ihrem damaligen Ehemann Kurt Heinz Matthies, der als Vertreter vor allem Maschinenbau- und Rüstungsunternehmen aufsucht, oft monatelang im Auto unterwegs. Täglich viele Stunden unterwegs durchkreuzen sie das von den Nationalsozialisten beherrschte Deutschland, übernachten in Privatzimmern, Hotels oder mit dem Wohnwagen auf Rastplätzen. In ihren Terminkalendern hat Hannah Höch, die diese Reisen vor allem für Malereien, Skizzen und Naturbeobachtungen nutzt, die Stationen und Erlebnisse stichpunktartig festgehalten. [mehr]

Felicia Zeller | Bild: Lilienfeld Verlag/Arno Bojak zum Artikel Felicia Zeller Die Welt von hinten wie von vorne

In Felicia Zellers Hörspiel wird kein einziger Satz ausformuliert, die Sätze werden zu Phrasen, die einfach abbrechen, kollabieren zwischen Aufbruch und Zerfall, wie auch die Protagonisten in ihrem Eifer. Es ist das Misslingen von Kommunikation, das Felicia Zeller hier auf die Spitze treibt und ausstellt, der glatte und totalitäre Sound einer Gesellschaft, die sich nur noch in Claims mitteilen kann, einer Gesellschaft, die nur noch so viel wert ist, wie die Kampagnen ihrer Vermarktung erfolgreich sind. [mehr]