Bayern 2 - Gesundheitsgespräch

Kunde statt Patient Hintergrund
Autor: Nikolaus Nützel Stand: 03.01.2012

Wie ökonomisch darf Medizin sein?

Arzt zählt Geldscheine | Bild: picture-alliance/dpa

Die gesetzliche Krankenversicherung ist eine "Solidargemeinschaft“, so steht es im Sozialgesetzbuch. Die Aufgaben dieser Solidargemeinschaft sind laut Gesetz: "Die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern.“

Gleichzeitig veröffentlicht das Bundesgesundheitsministerium Aussagen wie: "Der Gesundheitsmarkt zählt zu den wichtigsten Wachstumsbranchen in Deutschland“. Und: "Der Gesundheitsmarkt ist eine hochdynamische, innovative Branche“.

Die Medizin gerät hier zwangsläufig in einen Spagat: Sie soll möglichst kostengünstig Kranken optimal helfen – gleichzeitig soll sie aber auch hohe Umsätze und Gewinne abwerfen, sowie möglichst viele Arbeitsplätze schaffen.

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Das deutsche Gesundheitswesen ist eine Mischung aus Markt- und Planwirtschaft. Die "Zahlenden" finanzieren sich meist aus der Solidargemeinschaft der gesetzlichen Krankenversicherung, die "Leistenden" wirtschaften oft nur für sich. [mehr]

Patientin in einer Arztpraxis beim Bezahlen einer IGel-Leistung | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Wettbewerb mit unerwünschten Nebenwirkungen Konkurrenzdruck im Gesundheitswesen

Seit geraumer Zeit haben Gesundheitspolitiker fast aller Parteien die Devise ausgegeben, es müsse mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen herrschen. Ob Krankenkassen, Krankenhäuser oder Ärzte - sie alle stehen in Konkurrenz zueinander. [mehr]

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