Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


2

Methoden der Strahlentherapie: Klares Ziel, verschiedene Möglichkeiten

Die Mission ist klar: Es gilt, den Tumor zu entfernen oder zumindest sein Wachstum zu bremsen. Wo der Chirurg zum Messer, der Internist zu starken Medikamenten greift, verlässt sich der Radioonkologe auf die Wirkung der Strahlen.

Stand: 13.12.2012

Patient bei der Behandlung eines Augentumors mittels Protonenbestrahlung | Bild: picture-alliance/dpa

Sie stören die Tumorzellen bei der Zellteilung und sorgen auf Dauer dafür, dass sie absterben. Bei vielen Krebserkrankungen ist allerdings eine Kombinationstherapie notwendig, also eine Bestrahlung nach erfolgter Operation bzw. eine Kombination aus medikamentöser und Strahlentherapie.

Verschiedene Wege, ein Ziel: Methoden der Strahlentherapie
 Perkutane- bzw. Teletherapie (tele = weit)
Strahlenquelle: Beschleuniger,
(Telekobaltgeräte)
Brachytherapie (brachy = kurz)

Verfahren: Afterloading,
Seed-Therapie
Art der Strahlen:Photonen, (Röntgenstrahlen, Gammastrahlen), Elektronen, Protonen, Schwerionen, NeutronenIridium,
verschiedene Radioisotope
Strahlführung:Strahlen dringen in den Körper einStrahler befindet sich im Körper am/im Tumor
Reichweite der Strahlen:Weite DistanzKurze Distanz

Teletherapie: Meist die Methode der Wahl

Eine Strahlentherapie verlangt Durchhaltevermögen. Bei der Bestrahlung mit Hilfe eines Beschleunigers muss der Patient in der Regel fünfmal in der Woche zu einer Strahlungs-Sitzung – und das über einen längeren Zeitraum hinweg (manchmal wird sogar zweimal täglich bestrahlt). Die Strahlen (bei mehr als 90 Prozent der Patienten sind das Photonenstrahlen) dringen von außen in den Körper ein.

Ziel der Therapie

Die Tumorzellen sollen mit Hilfe der Photonen zerstört werden. Die modernen Linearbeschleuniger ermöglichen es, die Energie der Photonen zu variieren und damit mehr oder weniger tief in das Gewebe einzudringen – je nachdem, wo der Tumor im Körper sitzt. Nachdem Elektronen weniger tief in den Körper eindringen als Photonen, kommen sie bei Tumoren im Bereich der Körperoberfläche zum Einsatz.


2