Ursachen: Keine konkreten Auslöser
Eine alleinige Ursache für das Fibromyalgiesyndrom gibt es nicht - zumindest hat man bislang keine gefunden. Stattdessen geht die Medizin von mehreren Faktoren aus, die zusammenspielen und so zu einem Fibromyalgiesyndrom führen.
Gehäuftes Auftreten in Familien
Das Fibromyalgiesyndrom tritt gehäuft in Familien auf. Inwieweit es vererbbar ist, ist bislang allerdings nicht bekannt. Ein Fibromyalgie-Gen hat man bis dato jedenfalls nicht gefunden. Möglicherweise steckt dahinter auch ein in der Familie "gelerntes" Verhaltensmuster.
"Auch Lernmechanismen können Risikofaktoren für die Chronifizierung, also für ein vermehrtes Leiden, sein. Zum Beispiel, dass man nur dann Aufmerksamkeit bekommen hat, wenn man laut geschrien hat. Das sind allerdings nur Hypothesen."
Dr. Andreas Winkelmann, Leiter der Tagesklinik für Fibromyalgie, Klinik der Universität München
Faktoren, die das Erkrankungs-Risiko erhöhen:
- Rauchen, Übergewicht, mangelnde körperliche Aktivität
- Körperliche Misshandlung (in der Kindheit oder im Erwachsenenalter)
- Sexueller Missbrauch (in der Kindheit oder im Erwachsenenalter)
- Stress am Arbeitsplatz
- entzündlich rheumatische Erkrankungen
Veränderte zentrale Schmerzverarbeitung
Wissenschaftler können Schmerzreize setzen und mittels funktionaler Bildgebung (Kernspin) feststellen, welche Hirnareale aktiv sind. Im Vergleich zu gesunden Menschen hat man festgestellt, dass bei chronischen Schmerzpatienten und Fibromyalgiepatienten bestimmte Hirnareale (frontaler Kortex) besonders aktiv sind. Ob diese Veränderungen allerdings Ursache oder Folge der Fibromyalgie sind, ist nicht nachgewiesen.

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