Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Gesunde Augen

Stand: 22.06.2017

Ein menschliches Auge in Großaufnahme | Bild: colourbox.com

"Hüten, wie den Augapfel" – dieses Sprichwort kommt nicht von ungefähr. Auf die Frage, auf welches Sinnesorgan sie am wenigsten verzichten könnten, antworten die meisten Menschen: "Auf die Augen".

Über eine Millionen Nervenfasern sind mit dem Gehirn verbunden. Die Augen leisten ständig Präzisionsarbeit. Sie fokussieren in die Nähe oder in die Ferne und stellen sich auf immer neue Lichtverhältnisse ein.

Warum man zwei Augen braucht

Nur wenn beide Augen perfekt aufeinander abgestimmt sind, ist dreidimensionales Sehen möglich – denn jedes Auge für sich liefert nur zweidimensionale Informationen an das Gehirn, aus dem dieses dann das räumliche Bild errechnet.

Warum Augen so wichtig sind

Experten:

Prof. Dr. Siegfried Priglinger,
Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Armin Wolf,
Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Wolfgang J. Mayer
Oberarzt Prof. Dr. Christoph Hirneiß von der Augenklinik der LMU München, Fachärzte für Augenheilkunde und Fellows des European Board of Ophthalmology (F.E.B.O.)

In der heutigen Welt nimmt man einen Großteil der Informationen über die Augen auf. Die Angst vor Erblindung oder Sehbehinderung ist deshalb groß. Doch zwischen perfektem Sehen und völliger Erblindung liegen viele Zwischenstufen. Und nicht immer nehmen die Betroffenen wahr, dass sie an einer Augenkrankheit leiden, die ihr Sehvermögen langsam aber unaufhaltsam beeinträchtigt.

Ab dem 40. Lebensjahr sollte jeder einmal im Jahr einen Augenarzt zu einer Kontrolluntersuchung aufsuchen. Bei Kindern sollte zusätzlich zu den kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen, im Alter von 30 Monaten eine augenärztliche Untersuchung erfolgen bzw. schon bereits im Alter von sechs Monaten falls mindestens ein Elternteil oder Geschwister fehlsichtig ist oder schielt.

Wichtig

Andere Risikokinder und Kinder mit Auffälligkeiten (z.B. Augenerkrankungen in der Familie, Frühgeborene, Mehrfachbehinderte) müssen sofort einer augenärztlichen Untersuchung zugeführt werden. Dadurch können viele Augenerkrankungen bereits im Frühstadium erkannt werden, um frühzeitig eine mögliche Behandlung anzubieten.

Hilfe für Ratsuchende:

Eine Beratungsstelle für Menschen, die sich über Augenkrankheiten und alles, was damit zusammenhängt, informieren wollen, finden Sie bei „Blickpunkt Auge“, einem Angebot des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB).
Hier gibt es unabhängige und kostenfreie Informationen rund um Augenerkrankungen, zum Beispiel:

  • Grundlegende Fragen zu den häufigsten Augenerkrankungen
  • Sehhilfen und andere Hilfsmittel
  • Rechtliche und finanzielle Ansprüche
  • Tipps und Tricks zur Alltagsbewältigung und Schulung in lebenspraktischen Fähigkeiten
  • Unterricht zur sicheren Orientierung im Straßenverkehr
  • Erhalt des Arbeitsplatzes oder berufliche Neuorientierung

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