Bayern 2 - Gesundheitsgespräch

Blick in die Zukunft Wichtiges für Patienten

Die meisten Allergien lassen sich zwar nicht heilen, aber lindern. Weil aber ständig neue auslösende Stoffe wie z.B. Nahrungsmittel oder Pflanzen dazu kommen gibt es in vielen Fällen keine entsprechende Testsubstanz.

Stand: 11.10.2012
Patient mit Hautärztin bei einem Allergietest | Bild: picture-alliance/dpa

Wichtig: In diesen Fällen müssen sich die Ärzte an eine Lösung heranarbeiten.

"In den letzten Jahren werden die Testkästen immer kleiner und eine neue Substanz kommt selten dazu. Z.B. der Ficus, eine beliebte Innenraumpflanze verursacht häufig Allergien - doch einen zugelassenen Test gibt es dafür nicht."

Prof. Franziska Ruëff, AllergieZentrum der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwig-Maximilians-Universität München

Behandlungsdauer

Momentan arbeiten Pharmafirmen daran, die Behandlungsdauer bei der Hyposensibilisierung zu verkürzen und Präparate zu entwickeln, die zusätzlich das Immunsystem in eine gewünschte Reaktionsweise lenken.

Berufskrankheit Allergie

Allergien zählen zu den häufigsten beruflich bedingten Hauterkrankungen. Sie treten fast immer bei jungen Erwachsenen auf, dadurch entstehen erhebliche Kosten durch Fehlzeiten am Arbeitsplatz.

Kosten

Derzeit übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine Hyposensibilisierung in Höhe von bis zu mehreren hundert Euro pro Jahr noch. Die Zukunft ist aber ungewiss. Generell sind die sub-lingualen Therapieformen immer noch erheblich teurer als die subkutanen (Injektionen). Das hat damit zu tun, dass in den Tröpfchen mehr Allergene enthalten sind als in den Spritzen. Patienten jedoch sprechen gut auf die sublinguale Therapie an.


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