Bayern 2 - Gesundheitsgespräch

Das zweite Mal ist entscheidend Ursachen von Allergien

Da immer mehr Menschen Allergien haben, vermuten Wissenschaftler, dass ihre Lebensumstände daran ursächlich beteiligt sind, und zwar von der Ernährung, übers Heizen bis hin zur Luftverschmutzung.

Stand: 11.10.2012
MTA bei der Messung des Antikörperspiegels | Bild: picture-alliance/dpa

Bekannt ist auch, dass Kinder, deren Eltern Allergiker sind, eher Gefahr laufen, ebenfalls zu erkranken.

Was genau passiert

Das Immunsystem bildet bei Entstehung einer Soforttyp-Allergie beim ersten Kontakt mit dem Allergen bestimmte Antikörper (d.h. IgE-Antikörper, Immunglobulin E) gegen die Substanz. Das sind Eiweißkörperchen, die für die Immunabwehr zuständig sind. Kommt der Patient ein zweites Mal mit der Substanz in Berührung, und sei es innerhalb von Sekunden, dann wird die eigentliche allergische Reaktion ausgelöst.

Zeitlicher Ablauf

Ablauf einer allergischen Reaktion in der grafischen Darstellung (Vergrößerung mit Klick auf die Lupe).

Beim ersten Kontakt z.B. mit Pollen erkennt das Immunsystem die Substanz und baut Antikörper auf, die später die Allergene wieder erkennen. Erst anschließend kommt es bei Kontakt zwischen Allergen und Antikörper zur Produktion von Entzündungsstoffen. Dieser Vorgang kann unterschiedlich lange dauern.

"Manche Allergiker reagieren schon im Laufe ihrer ersten Pollensaison mit Beschwerden, während es bei anderen erst im zweiten Jahr oder später dazu kommt."

Prof. Franziska Ruëff, Allergiezentrum der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwig-Maximilians-Universität München

Unterschiedliche Symptome

Soforttyp-Allergiker können z.B. unter Beschwerden an den Atemwegen leiden wie bei Asthma oder Heuschnupfen (allergische Rhinokonjunktivitis). Oft sind aber auch andere Organe betroffen, vor allem die Haut (auch Mundschleimhaut), der Magen-/Darmtrakt und das Herz-Kreislauf-System. Die Beschwerden reichen von leicht bis lebensbedrohlich.


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