Was ist Polyneuropathie?
Es ist eine tückische Nervenkrankheit, die vor allem die längsten Nerven des peripheren Nervensystems in den Gliedmaßen schädigt. Es gibt verschiedenste angeborene oder erworbene Formen. Mögliche Auslöser für Polyneuropathie gibt es sehr viele.
Experte:
PD Dr. Achim Berthele, leitender Oberarzt der Neurologischen Klinik am Klinikum rechts der Isar in München.
Meist ist die Erkrankung eine Folge von Diabetes mellitus, Alkoholmissbrauch oder bestimmten Infektionskrankheiten wie Borreliose oder HIV. Aber auch rheumatologische Erkrankungen, Gifte oder Medikamente können die Ursache sein. Polyneuropathie beginnt mit Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Missempfindungen in Beinen oder Armen. Später können größere neurologische Ausfälle dazukommen. Die Heilungschancen hängen von der Grunderkrankung ab, die dahintersteckt. Je beherrschbarer diese ist, desto günstiger ist auch die Prognose für die Behandlung der Polyneuropathie.
Dem Text zugrunde liegt ein Gespräch von Holger Kiesel mit PD Dr. Achim Berthele, leitender Oberarzt der Neurologischen Klinik am Klinikum rechts der Isar in München.

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