Dialog zwischen Schul- und Naturmedizin
Fenster, Vorhang und Türe schließen, ruhig auf den Rücken legen, Augen zumachen und hoffen, dass die Übelkeit nicht noch schlimmer wird. Diesen Zustand erleben circa 14 Prozent der Deutschen regelmäßig. Dahinter steckt Migräne. Oft heißt es dann abwarten, bis alles wieder von alleine vorbei ist. Denn viele Patienten kennen keine für sie wirkungsvolle Behandlung. Migränefälle nehmen zwar zu, aber es handelt sich dabei keineswegs um eine Zivilisationskrankheit.
Experten:
Dr. med. Artur Wölfel, leitender Oberarzt am Krankenhaus für Naturheilweisen in München Harlaching.
Prof. Dr. med. Arne May, Leiter der Kopfschmerzambulanz des Universitäts-Krankenhauses Hamburg-Eppendorf und Präsident der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG).
Schon den Ägyptern waren diese quälenden Kopfschmerzen mit den typischen Begleiterscheinungen (unter anderem Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit) bekannt. Und der berühmte Hippokrates beschrieb sie so: "Er sah einen Lichtschein vor sich, der mehr in einem Teil des rechten Auges sichtbar war. Als der Lichtschein nachließ, kam es zu einem heftigen Schmerz in der rechten Schläfe, dann im ganzen Kopf und im Nacken. Als es zum Erbrechen kam, ließ der Schmerz nach."
Wie die moderne Medizin mit dieser Diagnose umgeht, erläutern der Hamburger Neurologe Prof. Dr. Arne May und Dr. Artur Wölfel vom Krankenhaus für Naturheilweisen in München. Monika Dollinger stellte die Fragen.

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