Die Angst vor dem Malheur
Ungewollter Harnverlust ist für die meisten Menschen eine große Belastung. Viele Patientinnen - die meisten sind Frauen - trauen sich nur noch selten auf die Straße, verlieren ihre Sozialkontakte und vermeiden Geschlechtsverkehr. Sie leben in ständiger Furcht, dass andere ihr Problem riechen könnten, denn Uringeruch ist beißend und lässt sich aus Matratzen und Polstern nur schwer entfernen.
Expertin:
Prof. Dr. Birgit Seelbach-Göbel, Ärztliche Direktorin in der Klinik St. Hedwig in Regensburg
Lachen, Laufen, Treppensteigen - der ganz normale Alltag wird plötzlich zum Problem. Vier Millionen Menschen, so schätzt man, leiden in Deutschland an einer behandlungsbedürftigen Harninkontinenz. Die Dunkelziffer allerdings ist mindestens doppelt so hoch, denn noch immer ist Inkontinenz tabubehaftet und die Schamschwelle groß. Dabei kann, wer Warnsignale ernst nimmt, einiges dafür tun, damit das Tröpfeln nicht lebensbeherrschend wird.
Der Text beruht auf einem Interview von Prisca Straub mit Prof. Dr. Birgit Seelbach-Göbel, Ärztliche Direktorin in der Klinik St. Hedwig in Regensburg.

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