Bayern 2 - Gesundheitsgespräch

Neurologie Hintergrund
Autor: Uli Hesse Stand: 27.01.2011

Was ist das Geheimnis der Nerven?

Darstellung einer Nervennzelle und deren Vernetzung | Bild: picture-alliance/dpa

"Ich bin genervt!" oder "Das geht mir auf die Nerven!" - alltägliche Stoßseufzer. Doch was hat das mit dem Nervensystem zu tun?

Erst einmal gar nichts, sagt Prof. Straube. Mit diesen typischen Befindlichkeitsstörungen wie Niedergeschlagenheit und Stress beschäftigen sich Psychologen und Psychiater.

Experte:

Prof. Dr. med. Andreas Straube, Leiter der neurologischen Intensivstation am Klinikum Großhadern in München.

Zum Neurologen werden dagegen Patienten geschickt, die Nervenschmerzen haben, Lähmungen oder Gefühlsstörungen haben, aber auch schnell vergessen oder Bewegungen nur schlecht koordinieren können. Dann vermuten die Ärzte eine Entzündung oder Störung der Nerven im Körper oder der Nervenverbindungen im Gehirn.

Dem Text liegt ein Interview mit Prof. Dr. med. Andreas Straube, dem Leiter der neurologischen Intensivstation am Klinikum Großhadern in München, zugrunde, das Uli Hesse führte.

Nervenzellen in der grafischen Darstellung | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Die Nervenzelle: Aufbau und Funktion

Mehrere Milliarden Nervenzellen enthält das menschliche Gehirn, wobei etwa die Hälfte davon im Großhirn und die andere Hälfte im Kleinhirn lokalisiert sind, tausende weitere sind im ganzen Körper verstreut. [mehr]

Die Abbildung zeigt, wie das zentrale Nervensystem vom Gehirn über das Rückenmark automatisch ablaufende Körperfunktionen steuert | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Das Nervensystem - Die Informationszentrale

Das Nervensystem besteht aus dem Zentralnervensystem, also aus Gehirn und Rückenmark, und dem peripheren Nervensystem, also den Signalstrecken, die sich durch den gesamten Körper ziehen. [mehr]

Frau beim Neurologen zur Überprüfung ihres Gleichgewichtssinns  | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Beim Neurologen: Untersuchungen des Arztes

Vor der körperlichen Untersuchung befragt der Neurologe den Patienten ausgiebig: Seit wann hat er Probleme? Sind sie schlimmer geworden? Haben sich die Symptome ausgeweitet? Anschließend werden unter anderem die Reflexe getestet. [mehr]

Der Leiter der Stereotaktischen und Funktionellen Neurochirurgie in Hannover, Prof. Dieter Hellwig, zeigt seinem Patienten einen Neurostimulator,der bei Schmerzenpatienten überwiegend unter die Haut im Bauchbereich, bei Patienten mit Bewegungsstörungen in der Brust und bei Inkontinenz im Bereich der Hüfte implantiert. | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Behandlung: Krankheitsbilder

Typische neurologische Erkrankungen und Störungen des Gehirns sind unter anderem Bandscheibenvorfälle, Kopfschmerzen und Parkinson. Die Therapiemöglichkeiten reichen von Operation über Medikation bis hin zur Hirnstimulation. [mehr]