Wenn es in den Gelenken knirscht ...
Mit dem Knochen ist es wie mit einem Autoreifen: Ohne schützendes Polster geht es nicht. Niemand würde direkt auf der Felge über die Straße fahren wollen: Wer an fortgeschrittener Arthrose leidet, der bewegt sich im übertragenen Sinne genau so vorwärts: Die beiden Knochenenden, die ein Gelenk bilden, reiben direkt aneinander. Die schützende Knorpelschicht ist abgerieben.
Arthrose - wie sie entsteht
Den Beginn der Arthrose bemerken die wenigsten Menschen. Denn anfangs machen sich die mikroskopisch kleinen Schäden am Knorpel kaum bemerkbar und verursachen auch noch keine Schmerzen. Wenn der Knorpel jedoch erst einmal geschädigt ist, kann sich der Knorpel von selbst nicht mehr regenerieren. Am Ende drohen schmerzhafte Entzündungen, dicke oder verformte Gelenke und Bewegungsunfähigkeit.
Sportorthopäden stehen inzwischen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um die verletzte Knorpelschicht wieder aufzubauen. Noch haben die Wissenschaftler aber nicht alle Hindernisse auf dem Weg zum maßgeschneiderten Knorpelpräparat beseitigt.
Dem Text liegt ein Interview mit dem Sportorthopäden und Knorpelforscher Prof. Dr. Andreas Imhoff von der TU München über die Möglichkeiten von Knorpeltransplantaten zugrunde.

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