Wer nicht riechen kann, schmeckt auch nicht
Störungen der Geruchsfähigkeit sind viel weiter verbreitet als bislang angenommen. Neue Studien belegen: Über fünf Prozent der Menschen können gar nichts riechen. Der Verlust oder die deutliche Verringerung des Geruchssinns kann ein Warnsignal für andere Krankheiten sein. Der signifikante Rückgang der Geruchsfähigkeit wird zum Beispiel bei der Diagnose von Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson berücksichtigt und kann bereits in einem sehr frühen Stadium Hinweise auf diese beiden Krankheiten geben.
Experte:
Der Text basiert auf einem Interview mit Prof. Dr. med. Thomas Hummel, Leiter des Interdisziplinären Zentrums "Riechen & Schmecken" an der HNO-Klinik der Technischen Universität Dresden.
Irritationen des Geschmackssinns dagegen sind selten, dafür aber umso unangenehmer.
Vor allem Menschen, die eine gestörte Geschmackswahrnehmung haben, verlieren oftmals jede Freude am Essen und in der Folge häufig auch viel Gewicht. Diesen Patienten zu helfen, gestaltet sich schwierig, denn der Erfolg einer Therapie hängt sehr von der Ursache der Geschmacksstörung ab.

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