Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Möglichkeiten für Angehörige

Von: Beate Beheim-Schwarzbach

Stand: 20.09.2017

Eine Betreuerin streichelt während des "Betreuten Urlaubs" für Alzheimerkranke einer Patientin die Hand. | Bild: picture-alliance/dpa

Demenz ist eine Krankheit, die sich fortschreitend entwickelt. Patienten brauchen im Laufe der Zeit immer mehr Betreuung und Pflege. Anfangs können das viele Angehörige noch selbst übernehmen, doch dann benötigen sie in der Regel zunehmend Hilfe von außen.

Expertin:

Bianca Broda, Sozialpädagogin und Fachreferentin Altenhilfe, PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband, Landesverband Bayern e.V.

Generell unterstützt der Gesetzgeber Menschen mit Demenz dabei, so lange wie möglich zu Hause ein selbstbestimmtes Leben zu führen - es gilt das Motto „ambulant vor stationär“. Deswegen wurden in den Pflegestärkungsgesetzen 2017 die Leistungen der ambulanten Versorgung deutlich ausgebaut. Wichtigstes Beispiel dafür ist die Tagespflege, hier steht Pflegebedürftigen seither ein deutlich höheres Budget zur Verfügung.   

Dem Text liegt ein Interview mit Bianca Broda, Sozialpädagogin und Fachreferentin Altenhilfe, PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband, Landesverband Bayern e.V., zugrunde.

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