Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Friedrich Wetter Gedanken zum Tag

Bei Nacht geraten die Jünger in einen heftigen Sturm. Ihr Boot beginnt sich mit Wasser zu füllen. Doch Jesus schläft. Der im Sturm schlafende Jesus ist ein Bild dessen, der sich in Gottes Hand geborgen weiß.

Stand: 07.10.2017

Gedanken zum Tag - Samstag | Bild: colourbox.com; Montage: BR

07 Oktober

Samstag, 07. Oktober 2017

Bei Nacht geraten die Jünger in einen heftigen Sturm. Ihr Boot beginnt sich mit Wasser zu füllen. Doch Jesus schläft. Der im Sturm schlafende Jesus ist ein Bild dessen, der sich in Gottes Hand geborgen weiß. In ihrer Angst wecken ihn die Jünger. Er gebietet dem Sturm, und es tritt völlige Stille ein. (…) Jesus nimmt mit diesem Sturm die Jünger in eine Glaubensschule. Sie bestehen diese Probe nicht. Mit ihrer Angst zeigen sie, dass es ihnen am Glauben noch fehlt. Das Schifflein im Sturm ist ein Bild auch unseres Lebens und ein Bild der Kirche. Der Christ wird in den Stürmen seines Lebens auf die Probe gestellt, ob er glaubt, dass Jesus ihn durch alle Stürme trägt. Auch die Kirche wird durch die Stürme der Geschichte erprobt. Ihre Geschichte bezeugt es uns. Und auch heute ist das nicht anders. Die Kirche muss zeigen, dass sie sich an dem unsichtbar in ihr anwesenden Herrn festhält und darum auch in den gefährlichsten Bedrängnissen nicht untergehen kann. Jesus ist bei uns, auch wenn wir ihn nicht sehen können und meinen, er schlafe. Indem er den Seesturm stillt, zeigt er seine göttliche Vollmacht. Die Herrschaft über die Fluten des Meeres ist Ausweis göttlicher Schöpfermacht. (…) Jesus ist bei uns im Schiff des Lebens, auch in allen Gefahren. Darum brauchen wir keine Angst ums Überleben zu haben.

Entnommen aus: Kardinal Friedrich Wetter "Jesus begegnen im Heiligen Land. Ein biblischer Pilgerweg", Herder Spektrum Verlag, Freiburg 2013

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