Bayern 2 - Evangelische Perspektiven

Ungewohnte Blicke auf den Reformator Luther neu denken in Rom

„Luther“ und „Katholische Kirche“ – zwei Begriffe, die scheinbar nicht zusammengehen wollen. Martin Luther galt lange Zeit in der katholischen Kirche als der Ur-Ketzter. Doch in den letzten Jahren hat sich die Bewertung des Reformators stark gewandelt. Vor allem in Rom.

Stand: 21.09.2012
Luther neu denken in Rom. Ungewohnte Blicke auf den Reformator | Bild: BR

"Martin Luther galt lange Zeit in der katholischen Kirche als der Ur-Ketzer. Da gibt es schreckliche Dämonisierungen. Später hat man ihn dann für pathologisch erklärt. Und schlimme Schimpfworte gab es auch."

Kardinal Walter Kasper

"Luther war ein Mensch, war nicht vollkommen. Aber er war ein ernsthafter Mensch. Er nimmt die Menschen und das Leben ernst, und vor allem Gott. Und das ist es, was ich an Luther am höchsten schätze."

Anna Belli gehört zur lutherischen Gemeinde Roms.

"Luther: eine eruptive, vulkanische Natur, mit einer ungeheuren religiösen Kraft und Tiefe, dann aber auch mit Schattenseiten, die der Wucht seiner positiven Kraft entsprechen."

Papst Benedikt XVI.

Kardinal Walter Kasper, die Römerin Anna Belli und Papst Benedikt XVI. Drei "römische" Stimmen, drei Meinungen zu Martin Luther. Corinna Mühlstedt war in der Ewigen Stadt unterwegs und hat sich umgehört, wie Luther heute gesehen wird.


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