Michael Triegel
Porträt Papst Benedikt XVI., 2010, Mischtechnik MDF-Platte, 100,5 x 76 cm.jpg
Michael Triegel, Maler Hat Papst Benedikt XVI. porträtiert
Er kann von sich sagen, dass er das erste Porträt von Papst Benedikt XVI. überhaupt gemalt hat: Michael Triegel, Leipziger Maler, der zwar nicht getauft ist, sich aber sehr für den Glauben interessiert. Am 17.11. wird sein Papstporträt endgültig an den Ort seiner Bestimmung kommen: Ins Regensburger Priesterseminar am Institut-Papst-Benedikt XVI.
Die Begegnung mit dem Papst
In der Schule muss er Marx lesen, zu Hause darf es die Bibel oder Platon sein. Michael Triegel wächst in der DDR auf, mit all den begrenzten Möglichkeiten, aber auch mit Vorteilen, die der Staat bietet: Früh wird sein malerisches Talent erkannt, in einer Fördergruppe wird er handwerklich ausgebildet. Seine Bilder erinnern an die berühmten italienischen Meister der Renaissance: Seine Motive sind Christus am Kreuz, die Heilige Mutter Gottes, das letzte Abendmahl. Längst ist er in den Olymp der aktuellen deutschen Maler aufgestiegen und nicht umsonst war er es, der Benedikt XVI. porträtieren durfte: Nicht geschönt, sondern sehr menschlich, etwas in sich zusammengesunken, mit wachem, klugen Blick.
Neuartige Erinnerungen an die Renaissance
"Ach, Sie sind also mein Raffael"
Papst Benedikt XVI.
Übrigens gibt es nur eine Begegnung zwischen dem Maler und dem Papst; der ihn mit den Worten begrüßt: "Ach, Sie sind also mein Raffael!"
Der Sommer 1989 in Ungarn
In "Eins zu Eins. Der Talk" erzählt Michael Triegel bei Gastgeber Norbert Joa aber nicht nur vom Papstporträt und seiner Malerei. Er verrät auch, warum er 1989 nicht in den Westen flieht - obwohl er im Sommer in Ungarn ist und Freunde zu ihm sagen: "Wir wissen, wo die Grenze offen ist!

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