Bayern 2 - Eins zu Eins. Der Talk

Kristina Johlige Tolstoy Künstlerin und Ur-Ur-Enkelin von Leo Tolstoi

Es ist sicher nicht die einfachste Entscheidung der Welt: Die Ur-Ur-Enkelin von Leo Tolstoi zu sein und trotz dieser großen Fußstapfen Künstlerin zu werden. Kristina Johlige-Tolstoy hat diese Entscheidung trotz des Drucks nie bereut, im Gegenteil: Sie hat das Gefühl, dass der Ur-Ur-Großvater persönlich ihr die "Erlaubnis" gegeben hat.

Stand: 02.02.2012
Kristina Johlige Tolstoy | Bild: BR/Markus Konvalin

Die Eltern sind in den 60er-Jahren mit die ersten "Aussteiger", der Vater kommt aus Berlin, die Mutter ist Schwedin, ihr Paradies, das sie sich schaffen, ist ein altes Bauernhaus in dem kleinen Weiler Schmalzhansenstein im Allgäu. Hier wächst Kristina Johlige Tolstoy auf, hier hat sie die ersten Kontakte mit der Kunst, der Vater ist Bildhauer. Kristina geht zwei Jahre bei ihm in die Lehre, später dann noch mal auf die Fachschule für Holzbildhauer in Garmisch Partenkirchen. Seitdem arbeitet sie viel mit Holz, aber auch mit anderen natürlichen Materialien wie Gras oder Weidenkätzchen. Oder mit allen möglichen Fundstücken, von Nägeln über Farben bis zu Gips. Und sie collagiert gepresste Blumen und Blätter, genau wie ihre Ur-Ur-Großmutter Sofia Tolstoi, die Frau von Leo Tolstoi.

Traumhafte Kunst aus Holz

Das große Familientreffen

In "Eins zu Eins. Der Talk" erzählt Kristina Johlige Tolstoy auch vom großen Familientreffen der Tolstois im letzten Jahr in Russland. Besonders interessant für sie ist, dass es zwar einige Künstler unter den Nachfahren Leo Tolstois gibt, dass viele aber nicht den Schritt ans Licht der Öffentlichkeit gewagt haben.