Johannes Friedrich, ehem. ev. Landesbischof Vom Landesbischof zum Dorfpfarrer
Sein Terminkalender ist nach wie vor prall gefüllt mit überregionalen Aufgaben. Die letzten zwei Jahre seiner Berufstätigkeit verbringt er aber als Dorfpfarrer im fränkischen Bertholdsdorf.
Zurück zur Basis – das ist eine neue Erfahrung für Johannes Friedrich, der vorher immer in urbanen Gemeinden tätig war: ob als Stadt-Dekan von Nürnberg, oder als Probst der Erlöserkirche von Jerusalem oder als Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.
Die Mühe mit dem Gleichgewicht
Nun, auf dem Lande, stellt er mit Freude fest, dass "dort Kirche noch funktioniert". Das heißt aber auch, dass er seine Predigten ganz neu ausrichten muss. Denn "Probleme mit dem Glauben" haben die Menschen hier eher nicht, und das will er ihnen auch nicht einreden. Die Gemeinde vor Ort hatte zwar etwas Sorgen, dass die 50 Prozent überregionalen Aufgaben des ehemaligen Landesbischofs schnell zu einem dauerhaft abwesenden Dorfpfarrer führen könnten, Johannes Friedrich bemüht sich aber darum das Gleichgewicht zu halten, zwischen Terminen in Jerusalem oder Philadelphia und den Geburtstagsbesuchen, Aussegnungen und Predigten im kleinen Bertholdsdorf.
Pläne für den Un-Ruhestand
Johannes Friedrich erzählt bei Martin Wagner in "Eins zu Eins. Der Talk" aber nicht nur über sein Dorfpfarrerleben, sondern auch über seine Pläne für den wenig ruhigen Ruhestand, über seine Liebe zum Theater und sein Wirken als "bekennender Großvater".

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