Bayern 2 - Eins zu Eins. Der Talk

Irena Brežná, Autorin und Kriegsreporterin Eine Fremde in der Fremde

Geboren ist Irena Brežná in der Tschechoslowakei, mit 18 Jahren flieht sie 1968 in die Schweiz. Jetzt ist von ihr ein Roman erschienen: "Die undankbare Fremde". Mutig deshalb, weil sie sich schonungslos aufrichtig mit ihrem Gastland, der Schweiz auseinandersetzt.

Stand: 30.01.2013
Irena Brezna | Bild: BR/Markus Konvalin

"Wir ließen unser Land im vertrauten Dunkel zurück und näherten uns der leuchtenden Fremde", schreibt sie jetzt in ihrem autobiografisch gefärbten Roman "Die undankbare Fremde" darüber. Doch eine "leuchtende Fremde" ist die saturierte, selbstzufriedene Schweiz bei weitem nicht für die junge Frau, eher ein von Zäunen verstelltes Paradies voller Ordnungshüter und Kehrmaschinen.

Vielfache Auszeichnungen

Für ihr Buch ist sie gerade mit dem Eidgenössischen Literaturpreis 2012 ausgezeichnet worden. Ebenfalls vielfach ausgezeichnet sind ihre Reportagen, unter anderem die aus Tschetschenien. Reportagen aus einem Land zu Zeiten des Krieges, sie erzählt von Frauen, die vor den Augen ihrer Männer vergewaltigt werden und von den Männern, die daraufhin vor den Augen ihrer Frauen zu Tode geschleift werden.

Fremde Länder und Heimat

In "Eins zu Eins. Der Talk" erzählt Irena Brežná aber nicht nur über fremde Länder, sondern auch über ihre eigentliche Heimat, die Tschechoslowakei. 1968 musste ihre Familie auswandern, als der Prager Frühling gewaltsam unterdrückt wurde.


3