Helmut Zöpfl, Pädagoge Benotung ist nicht alles
Wenn es nicht so unbayerisch klänge, würde man ihn als "Tausendsassa" bezeichnen: Helmut Zöpfl, Pädagogikprofessor a.D. und bayerischer Mundart-Dichter, Doktor der Biologie und Kicker in der Grabsteinliga "Ü 70" beim FC Bayern. Bei aller Vielfalt gibt es aber auch eine Kontinuität: Bei allem was er tut, er tut es in den allermeisten Fällen in "seiner" Stadt: in München!
In München ist er in die Schule gegangen, hat hier das Abi gemacht, studiert und promoviert. Hier war er 32 Jahre lang Lehrstuhlinhaber für Schulpädagogik. Und hat als solcher so manchen Strauß gefochten mit den Vertretern des Kultusministeriums, der Lehrerschaft, aber auch der OECD. Beispiel PISA-Studie: Hier kritisiert er, dass im Hinblick auf die Intelligenz Dinge wie schlau sein, klug sein, geschickt sein, eine viel zu geringe Rolle spielen. Dass es eben auch Dinge gibt, die weniger mit Noten zu tun haben, dafür mehr mit einer gesunden Lebenseinstellung. Das Motto von Helmut Zöpfl ist vielmehr: Auf die Gesundheit der Kinder achten, mehr als es heute der Fall ist, auf deren Gesundheit an Leib und Seele. Und dazu gehört, dass Kinder Sport machen, sich bewegen, nicht aber, dass man versucht, sie in Intelligenztests bis auf die dritte Stelle hinter dem Komma festzulegen.
Gegen das Klischee
In "Eins zu Eins. Der Talk" erzählt Helmut Zöpfl aber nicht nur von seinem Kampf für Schulkinder. Schließlich hat er in den letzten Jahrzehnten nicht nur unterrichtet, sondern auch gedichtet: In bester bayerischer Mundart, durchaus auch kritisch, wie Zöpfl betont. Und er wehrt sich vehement dagegen, in die Ecke des "bayerntümelnden Deppen" gestellt zu werden.

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