Bayern 2 - Eins zu Eins. Der Talk

Günter Krause, Streetworker Mittelsmann zwischen radikalen Fußballfans

Er war einer der ersten Streetworker Münchens überhaupt: Günter Krause. Und er war der Mittelsmann zwischen den Vereinen und den radikalen Fußballfans von 1860 München und dem FC Bayern. Nach 35 Jahren Jugendarbeit ist er jetzt in Ruhestand gegangen.

Stand: 22.01.2013
Günter Krause zu Gast in Bayern 2 | Bild: BR

Die Abschiedsfeste für Günter Krause – ausgerichtet von den Fans – finden getrennt statt. Klar, bei der Rivalität zwischen 1860 und den Bayern. Der Tenor aber ist ein gemeinsamer: Mach's gut, Günter - und: Danke! Denn akzeptiert ist Günter Krause bei den Blauen wie bei den Roten, als Fan-Versteher, vor allem der radikalen Fans, derer, die man oft "Hooligans" nennt. Für sie ist er zehn Jahre lang Berater in allen Lebenslagen, Vermittler mit den Vereinen und der Polizei, Beschwichtiger bei den Rivalitäten untereinander.

Die Jugendarbeit

Mit Jugendlichen aber hat Günter Krause schon Jahrzehnte davor gearbeitet, als Streetworker im Münchner Stadtteil Westend. Mit einer Klientel bestehend aus mindestens 90 Prozent Jugendlicher mit Migrationshintergrund. Da macht er am Anfang auch Fehler, grillt für moslemische Jugendliche Steaks auf dem gleichen Grill, auf dem vorher Schweinekoteletts lagen - keiner isst was. Aber so war das halt damals, sagt Günter Krause: Jeder Streetworker probiert selber aus, "try and error" ist die Methode, dafür ist man aber auch selbstständig und frei.

Als Bayer bei der Marine

In "Eins zu Eins. Der Talk" berichtet Günter Krause aber nicht nur von seiner „Streetwork“. Er erzählt auch, warum er als Bayer bei der Marine war.


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