Dagmar Isabell Schmidbauer, Krimiautorin Zog von Frankfurt nach Neureichenau
Das Erstaunliche ist nicht, dass Dagmar Isabell Schmidbauer Krimis schreibt, sondern dass sie neben allem anderen auch noch Krimis schreibt. Denn immerhin hat sie in den letzten Jahren sechs Kinder erzogen, einen eigenen kleinen Verlag gegründet, sich um Hühner, Katzen, Hunde, Schafe, Ziegen und Bienen gekümmert und Geld für eine Mädchenschule in Afghanistan gesammelt.
Wenn Dagmar Isabell Schmidbauer nicht beim Jugend- Rot-Kreuz ihrem jetzigen Schwiegervater begegnet wäre, würde sie vielleicht immer noch in der Nähe von Frankfurt leben. So aber lernt sie mit 16 dessen Sohn kennen und verliebt sich beim ersten Besuch in die bayerische Heimat ihres Mannes und Schwiegervaters: Neureichenau im Bayerischen Wald, direkt im Drei- Länder-Eck an der Grenze zu Österreich und der damaligen Tschechoslowakei.
Kittelschürzen und Kopftuch
Noch zu Zeiten des Eisernen Vorhangs zieht die junge Familie nach Neureichenau, dort gibt es noch keinen Aldi, dafür gehören Kittelschürze und Kopftuch ins normale Straßenbild. Dagmar Isabell Schmidbauer zieht die sechs Kinder groß, engagiert sich im Elternbeirat, fängt an für Zeitungen zu schreiben. Und macht sich an ihren ersten Krimi. Vor zehn Jahren ist er erschienen, heute würde man sagen: Ein typischer Regionalkrimi aus Passau. Inzwischen erscheinen ihre Krimis im eigenen Verlag, ein familiäres "Pay-Back-Projekt", wie sie es nennt: Denn die Kinder zahlen der Mutter jetzt zurück. Ein Sohn macht die Homepage, einer kümmert sich um die Rechnungen, eine Tochter ist "Erstleserin".
Die Familienmanagerin und Kleinherausgeberin
In "Eins zu Eins. Der Talk" berichtet Dagmar Isabell Schmidbauer bei Gastgeberin Stephanie Heinzeller aber nicht nur vom Management einer achtköpfigen Familie. Sie erzählt auch von Frust und Ärger einer Kleinherausgeberin, der von großen Konzernen wie Amazon harte Bedingungen diktiert werden. Bedingungen, die sie nicht länger erfüllen will.

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