Bayern 2 - Eins zu Eins. Der Talk

Claudia Lobe, Schauspielerin Sehnsucht nach Veränderung

Egal in welchem Beruf, ob als Schauspielerin oder als Lehrerin, oder auch als Nachlassverwalterin ihrer Mutter Mira: Claudia Lobe will schon immer die Welt verändern. Eine Einstellung, die nicht zuletzt daher rührt, dass die Eltern während des Nazi-Regimes aus Deutschland fliehen müssen und viele ihrer Verwandten im KZ umkommen.

Stand: 08.08.2012
Claudia Lobe | Bild: BR/Max Hofstetter

Als Kind hat sie sich immer vorgestellt, wie das ist, wenn man zum Duschen geht, es kommt aber kein Wasser aus der Dusche, sondern Gas. Das war dann schon in Wien, die Eltern waren hierhin zurückgekehrt, nach der Staatsgründung Israels und der Entrechtung und Vertreibung der Araber. Der Vater von Claudia Lobe stirbt früh, hat aber auch ihren ersten Berufswunsch beeinflusst. Claudia Lobe geht ans Theater, wird Schauspielerin unter anderem engagiert im Münchner Residenztheater als Staatsschauspielerin.

Die Arbeit mit Kindern

Mit Theater die Welt verändern!? Mit diesem Anspruch muss sie etwas anderes machen und studiert Pädagogik, arbeitet mit verhaltensauffälligen Kindern. Heute hat sich Claudia Lobe ganz dem Werk ihrer Mutter verschrieben. Mira Lobes Kinderbücher - es sind an die Hundert - , die geprägt sind von Wärme, Geduld und Toleranz. Und vielleicht so die Welt verändern...

Die andere Seite ihrer Mutter

In "Eins zu Eins. Der Talk" erzählte Claudia Lobe bei Gastgeberin Daniela Arnu aber auch von der "anderen" Mira Lobe: Denn die Mutter, die Kinderbücher schreibt, ist gleichzeitig nach dem Tod des Vaters depressiv, kommt aus der Abhängigkeit des Medikamentenmissbrauchs nicht mehr heraus.


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