Andreas Pröve, Reiseschriftsteller Querschnittsgelähmt- kein Handicap fürs Reisen
Andreas Pröve hat Indien, Madagaskar, Indonesien und Mittelamerika bereist. Allerdings nicht ohne Hilfsmittel, denn der Rollstuhl ist sein ständiger Begleiter. Andreas Pröve ist nach einem Motorradunfall querschnittsgelähmt. Bislang hat er tausende Kilometer zurückgelegt, von Vietnam flussaufwärts zur Quelle des Mekong in Tibet, er war bis auf 5000 Meter Höhe.
"Positiv Denken" - das ist wie ein Grundrauschen in seiner Familie. Andreas Pröve verliert es auch dann nicht, als er mit dem Motorrad verunglückt. Er ist querschnittsgelähmt. Seine Freunde und seine Familie bauen ein barrierefreies Haus für ihn, als er aus dem Krankenhaus entlassen wird, ist es bezugsfertig. Dort wohnt er, inzwischen mit seiner Frau und den zwei Kindern. Doch es treibt ihn immer wieder in fremde Länder, er ist unterwegs auf den Straßen von Kalkutta, im Stadtverkehr von Damaskus, auf staubigen Überlandfahrten im Iran oder mit dem Boot auf dem Ganges.
Rollstuhlfahren als "Handarbeit"
Wichtig ist ihm bei diesen Reisen immer, dass er sich in "Handarbeit" auf den Weg macht, denn nur diese Art zu reisen, so schreibt er, garantiert ihm den Blick hinter die Kulissen. Zuletzt reist er mit dem Rollstuhl am Mekong entlang, der "Mutter allen Wassers". Sein Ziel: Die Quelle des Flusses, den er durch nahezu alle Klimazonen, über tausende von Kilometern und unter großen Strapazen folgt.
Das "andere" Bedürfnis
In "Eins zu Eins. Der Talk" erzählt Andreas Pröve bei Gastgeberin Ursula Heller aber nicht nur von seiner Reiselust. Denn oft überkommt ihn auch ein ganz anderes Bedürfnis. Dann schließt sich der gelernte Tischler in seine Werkstatt ein und muss etwas mit seinen Händen erschaffen.

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