Alexandras Osterhasenjagd Neuseeland bekämpft Kaninchenplage
Spinatgrüne Weiden und kristallklare Seen, in der Ferne zugeschneite Gebirgsketten: Auf den ersten Blick ist der hügelige Süden Neuseelands ein Paradies für Farmer. Doch die lebenswichtige Schafzucht wird untergraben: von hunderttausenden, wilden Feldkaninchen.
Seefahrer führten sie im 19. Jahrhundert als Nahrungsquelle ein, seitdem haben sie sich so stark vermehrt, dass sie zur Plage geworden sind.
Die Kaninchen fressen nicht nur Weide- und Farmland kahl, sie unterhöhlen ganze Landstriche. Traktoren bleiben in eingestürzten Baus stecken, Schafzüchter geben zehntausende Euro im Jahr für Spezialzäune und Kaninchenjäger aus. Und jedes Jahr am Oster-Samstag bekommen die Farmer rund um die 5.000 Einwohner-Stadt Alexandra Schützenhilfe. Zwei Dutzend schwerbewaffnete Teams brechen im Morgengrauen auf, um 24 Stunden lang so viele Hasen zu erlegen, wie sie können. Zu Fuß, auf Gelände-Motorrädern und Allrad-Jeeps. Der Termin der Treibjagd und ihr Name sind kein Zufall.
Breitengrad - die Auslandsreportage
"Die Osterhasenjagd von Alexandra" – wie der Süden Neuseelands seine Kaninchenplage bekämpft
Reportage am Karsamstag, 07. April 2012, 18.05 Uhr
Autor: Andi Stummer
Sendung am Mittwoch, 11. April 2012, 14.05 Uhr
Musikauswahl und Moderation: Dagmar Golle
Redaktion: Christina Teuthorn

Wetter

