Algerien 50 Jahre nach der Unabhängigkeit
Weitgehend folgenlos ist der arabische Frühling an Algerien vorbeigegangen.
Während in den östlichen Nachbarländern Tunesien und Libyen die demokratischen Aufstände für einen Sturz der Diktatoren sorgten, blieb es im größten Land Afrikas vergleichsweise ruhig. Zwar waren vor einem Jahr auch in Algerien zahlreiche Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die Alleinherrschaft von Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika zu protestieren. Doch mit einer Mischung auf brutalem Polizeieinsatz und begrenzten Reformen gelang es dem alten Machthaber, den Keim des Revolution wieder zu ersticken.
Dabei fühlt sich ein Großteil der Bevölkerung vom finanziellen und wirtschaftlichen Segen der Erdöl- und Erdgasreichtums Algeriens ausgeschlossen. Außerhalb der größeren Küstenstädte leben die traditionellen Berberstämme unverändert in großer Armut.
Marc Dugge hat Algerien bereist und lässt die Entwicklung des Landes Revue passieren, das sich am 18. März 1962 durch den Vertrag von Évian von der langjährigen Kolonialherrschaft Frankreichs hatte befreien können.
Breitengrad - die Auslandsreportage
Algerien – 50 Jahre nach der Unabhängigkeit
Reportage am Samstag, 11. Februar 2012, 18.05 Uhr
Autor: Marc Dugge
Sendung am Mittwoch, 15. Februar 2012, 14.05 Uhr
Moderation: Jay Rutledge
Musikauswahl: Dagmar Golle
Redaktion: Christina Teuthorn

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