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Zehntes Soloalbum von Andreas Dorau „Die Liebe und der Ärger der Anderen”

Für sein zehntes Soloalbum konnte der ehemalige Neue-Deutsche-Welle-Star („Fred vom Jupiter“) Andreas Dorau hochkarätige Indiemusiker und Produzenten gewinnen.

Von: Claus Kruesken

Stand: 11.07.2017

Melodische Zuckerwürfel

Anfang der 80er kam – aus einem Schulprojekt geboren - von ihm einer der Kulthits der Neuen Deutschen Welle: „Fred vom Jupiter“. Wer hätte damals gedacht, dass da jemand am Start ist, der uns über Jahrzehnte mit eingängigen Melodien und wunderbaren Texten Freude bereiten sollte – und das tut er mit seinem neuen Album wieder ganz besonders. Lauter melodische Zuckerwürfel, auf die er uns unverblümte Wahrheiten und blumige Geschichten draufträufelt.

"Liebe ergibt keinen Sinn, mal macht sie Freude, mal ist sie wieder sehr schlimm."

Aus dem Album

Geschichten über den „Ärger der Anderen“

In einem Song heißt es: „Du bist nicht da, das ist traurig aber wahr.“ Das würde sich nicht mal Helene Fischer trauen, und genau da fängt die Genialität von Andreas Dorau an. Aber besonders offenbart die sich in den Geschichten über den „Ärger der Anderen“ – die zweite Hälfte des Albumtitels, es geht ja nicht nur um Liebe. Da ist zum Beispiel die Geschichte eines von der Polizei erschossenen Hundes namens Hitler, der nur zwei Zähne, drei Beine hatte. „Ein trauriger Tag“ heißt der Song, hinter dem eine wahre Begebenheit stecken soll, die zu einem Streit zwischen Punks und Polizei in Berlin geführt hat.

„Pre-Chart-Parties“

Dieses Mal will er mit seinem Album in die Charts. Das hat er nämlich noch nie geschafft. Singlehits, ja, aber die Albumcharts blieben ihm bisher verschlossen. Dabei könnte auch die große Liste an spannenden Mitarbeitern auf der Platte helfen: Françoise Cactus von Stereo Total, Carsten Friedrichs von der Liga der gewöhnlichen Gentlemen, Luca Anzilotti von Snap, um mal nur ein paar zu nennen. Dazu kommt eine Extraportion Optimismus: So gibt’s nicht etwa die üblichen Release-Parties zur Veröffentlichung sondern gleich „Pre-Chart-Parties“. Und da man sich in die Songs auf diesem Album einfach verlieben muss – und sich nicht über sie ärgern, dürfte das tatsächlich klappen …


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