radioWissen Ibsen, Strindberg und Ingmar Bergman
Dienstag, 29.01.2013
09:05
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Ibsen, Strindberg und Ingmar Bergman
Die Emanzipation ist ein wichtiges Thema im Werk der skandinavischen Dramatiker Henrik Ibsen und August Strindberg. Doch während Ibsen die Unterdrückung der Frauen anprangert und seine Leserinnen darin bestärkt, sich auf eigene Beine zu stellen, spricht sich Strindberg gegen die Gleichberechtigung aus: Als Antwort auf Ibsens Stück "Ein Puppenheim", in dem die Hauptfigur Nora aus der bürgerlichen Enge ausbricht und am Ende ihren Mann verlässt, schreibt Strindberg eine gleichnamige Erzählung von einem glücklichen Paar, das, mit Ibsens Ideen konfrontiert, in eine Ehekrise gerät. In "Fräulein Julie" geht Strindberg noch einen Schritt weiter: Die vom emanzipatorischen Denken geprägte Protagonistin lässt sich auf eine Liebelei mit ihrem Diener ein. Auch Ingmar Bergman inszenierte später dieses Stück. Sein Film "Wilde Erdbeeren" aus dem Jahr 1957 enthält bereits seine wichtigsten Themen die später auch in "Das Schweigen" und "Szenen einer Ehe" eine Rolle spielen: autoritäre Familienstrukturen, Beziehungskrisen, Schuld, Verantwortung und Gnade.
Redaktion: Petra Herrmann
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