radioThema Uran als Schmuggelgut
Donnerstag, 19.07.2012
20:03
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Bayern 2
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Tödlicher Reichtum
Uran-Abbau in der Demokratischen Republik Kongo
Von Bettina Rühl
DLF/WDR 2012
Im Kongo wird illegal mit Spitzhacke und Schaufel Uran abgebaut und auch exportiert. In der extrem mineralreichen Provinz Katanga liegt die Mine Shinkolobwe, die vermutlich den höchsten Urangehalt der Welt hat. Von dort stammte das Uran für die beiden Atombomben, die 1945 über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden. Verbunden mit dem Uran sind Kupfer, Kobalt und andere Mineralien. Dieses gleichzeitige Auftreten mehrere Mineralien ist typisch für Katanga. Werden Kupfer und Kobalt als Konzentrat exportiert, kann das Uran auch im Empfängerland herausgelöst werden. Das heißt: offiziell werden zwar Kupfer und Kobalt ausgeführt, tatsächlich aber bekommt der Käufer Uran, wenn er das will.
1960 wurde der Erzabbau in Shinkolobwe beendet, die Stollen wurden mit Beton verfüllt. Dennoch holen Kongolesen heute die uranhaltigen Mineralien aus der Mine. Dabei setzen sie sich einer extrem schädlichen, wenn nicht tödlichen Strahlendosis aus und schädigen die Umwelt. Da die Militärs, die den Abbau verhindern sollen, korrupt sind und mit den Bergarbeitern paktieren, wird das radioaktive Material regelmäßig ins Ausland geschmuggelt – vermutlich auch nach Pakistan.

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